Art steht auf der Roten Liste

Fotonachweis: Seltene Wildkatze im Nationalpark unterwegs

Autor: 
Redaktion
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19. Juli 2019

(Bild 1/2) Bildnachweis der Europäischen Wildkatze im Gebiet Wilder See vom 21. März 2019. ©Nationalpark Schwarzwald

Erstmals hat die seltene Europäische Wildkatze im Nationalpark Schwarzwald sozusagen ein Beweisfoto hinterlassen. Als Raffael Kratzer, zuständig für das Wildtier- und Fotofallenmonitoring im Schutzgebiet, vor kurzem eine Wildtierkamera im Gebiet Wilder See auslas, fand er darauf auch ein Bild dieser Katzenart.

Das Foto auf dem die Wildkatze, die in Baden-Württemberg und Deutschland auf der Roten Liste steht, zu sehen ist, ist schon ein paar Monate alt. Das teilt der Nationalpark Schwarzwald in einer Pressemitteilung mit.

Unterschiede zur Hauskatze

Am 21. März dieses Jahres löste eine Wildkatze in der Nacht die Kamera aus.  Die Europäische Wildkatze (Felis silvestris silvestris) sei auch deshalb besonders schwer zu erwischen, weil sie so gut getarnt, oft im Unterholz und meist in der Dämmerung oder nachts unterwegs sei.

Auf dem Fotofallenbild lassen sich laut Nationalpark auch gut die Unterschiede zur getigerten Hauskatze erkennen: „Die zwei bis drei getrennten Ringe am Schwanz, die verwaschene Tigerzeichnung, die dunkleren Streifen im Nackenbereich sowie der stumpfe, buschige Schwanz“, zählt Ranger Raffael Kratzer die Erkennungsmerkmale in der Mitteilung auf.

Die Wildkatze ist in Baden-Württemberg als „besonders und streng geschützt“ gelistet, heißt es weiter.

Ob es sich um ein einzelnes Exemplar handelt oder ob mehrere Wildkatzen im Gebiet unterwegs sind, kann der Nationalpark Schwarzwald bislang nicht sagen.

Hintergrund

Wann die Wildkatze nach Baden-Württemberg kam

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam die Wildkatze in Baden-Württemberg noch flächendeckend vor. Seit 1912 galt sie aufgrund von starker Bejagung als ausgerottet, bevor sie 2006 und 2007 nach fast 100 Jahren wieder sicher nachgewiesen werden konnte.

Obwohl es in den vergangenen 10 Jahren vermehrt Nachweise gab, wird die Wildkatze in der Roten Listen Deutschlands weiter als „gefährdet“ eingestuft. Ihr Hauptverbreitungsgebiet in Baden-Württemberg ist die Rheinebene, wo die Wildkatze inzwischen wieder in vielen Waldgebieten beobachtet wurde. In den Hochlagen des Schwarzwaldes gab es in den vergangenen Jahren vereinzelte Hinweise, welche aber bisher nicht bestätigt werden konnten.

Alle Beobachtungen von Wildkatzen in Baden-Württemberg werden zentral von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg gesammelt und können dort, wie auch Beobachtungen von Wolf und Luchs, unter „wildtiermonitoring.fva-bw@forst.bwl.de“ gemeldet werden.

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