Ortenau

Frostgefahr zum Wochenstart: Landwirte schützen ihre Blüten

Autor: 
red/ba
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15. April 2019
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(Bild 1/3) ©Benedikt Spether

Auf Fotos sieht die künstlich vereiste Blüte spektakulär aus, doch dahinter steckt ein ernstes Anliegen: In der Nacht auf Montag mussten auch Landwirte in der Ortenau wieder mit Frostberegnung ihre Blüten gegen Minustemperaturen schützen.

Für einige Ortenauer Obstbauern und Winzer war die Nacht auf Montag ziemlich unruhig: Bei Minusgraden hatten sie in der Region mit Frost zu kämpfen. So auch Klemens Kammerer vom Obsthof Kammerer auf seiner Apfelplantage bei Renchen-Ulm. Mitten in der Nacht musste er aus dem Bett, um die sogenannte Frostberegnung zu starten. 

Die Frostberegnung wird eingesetzt, wenn Nachtfrost die Blüten der Obstbäume zu zerstören droht. Bei Temperaturen um 0 Grad Celsius werden die Obstbäume künstlich beregnet und vereist, erklärte Kammerer der Mittelbadischen Presse. Beim Gefrieren des Wassers wird Energie frei und es entsteht Wärme. Diese verhindert, dass die Blüten erfrieren. Das Wasser müsse für diesen Prozess jedoch nonstop laufen, sonst verdunstet ein Teil und die Blüte nimmt Schaden. Erst wenn die Temperaturen wieder steigen und über 0 Grad liegen, kann das Wasser abgestellt werden, so Kammerer.

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Warnung kommt per App

Informiert werde er über eine App. Sensoren, die an den kritischen Stellen auf seiner Plantage platziert sind, schicken eine Warnung raus, sobald die Temperatur auf den Gefrierpunkt zugeht. Andere Landwirte zünden zwischen Bäumen und Reben kleine Feuer gegen den Frost an. Sie sollen die Temperatur um vier bis fünf Grad erhöhen und damit die Ernte retten. Für Kammerer sei die Frostberegnung aber die effektivere Methode.

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