Sicherheitsvorkehrungen
Dossier: 

Geburten: Männer dürfen nicht ans Wochenbett

Autor: 
red/js
Lesezeit 3 Minuten
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08. Mai 2020

Eine Mitarbeiterin des Ortenau-Klinikums kümmert sich im Offenburger Mutter-Kind-Zentrum um ein Neugeborenes. ©Ortenau-Klinikum

Die Sicherheitsvorkehrungen rund um die Geburten sind am Ortenau-Klinikum nach wie vor hoch. Die Väter können zwar bei der Geburt anwesend sein. Im Wochenbett müssen Mütter aber auf Besuch verzichten. 

Die Geburten von Kindern finden momentan unter erschwerten Bedingungen zu. Das schreibt das Ortenau-Klinikum in einer Pressemitteilung  Die Herausforderungen in Zeiten von Corona gepaart mit dem Umstand, dass die Geburt eines Kindes mitunter auch ein mit Fragen und Ängsten behaftetes Ereignis ist, lösten bei vielen werdenden Eltern Unsicherheiten aus. Die Leiter der geburtshilflichen Abteilungen an den Kliniken in Offenburg, Achern und Lahr haben Verständnis für diese Bedenken. Aufgrund der in den Kliniken vorsorglich getroffenen Maßnahmen bestehe jedoch keinen Grund zur Beunruhigung.

Maximale Sicherheit

„Wir haben alles dafür getan, eine Ansteckung mit Corona vor, während und nach der Geburt zu verhindern und maximale Sicherheit zu gewährleisten“, sagt Andreas Brandt, Chefarzt der Frauenklinik am Ortenau-Klinikum Offenburg-Kehl. Die Vorsichtsmaßnahmen beginnen demzufolge bereits vor der Geburt des Babys: Persönliche Termine in der Klinik zur Besprechung mit der Hebamme finden nur noch in besonderen Fällen statt, wie beispielsweise bei Mehrlingsgeburten – alle anderen werdenden Mütter können ihre Wünsche zur Geburt telefonisch mitteilen und Fragen stellen. Falls eine Schwangere Covid-19 positiv sein sollte, steht ein speziell abgeschirmter Bereich zur Verfügung, um andere Patientinnen noch besser schützen zu können, heißt es weiter.

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In den meisten Fällen möchte der Vater des Kindes während der Geburt dabei sein und seiner Partnerin beistehen, so das Klinikum. Dies mit entsprechendem Mundschutz weiterhin möglich. „Sicherheit hat auch bei uns oberste Priorität. Deshalb tragen alle Ärzte, Hebammen und die werdenden Väter im Kreißsaal Mundschutz. So können wir insbesondere Mutter und Kind noch besser schützen“, so Muneer Mansour, Chefarzt, der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum in Lahr-Ettenheim. Auch am Ortenau-Klinikum in Achern sieht Felix Liber, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe seine Abteilung bestens vorbereitet. 

Wenn die Geburt ohne Komplikationen verlaufen ist, kann die Mutter mit ihrem Baby nach Angaben des Klinikums auch nach wenigen Stunden wieder nach Hause. Falls es Besonderheiten oder einen Kaiserschnitt gab, werde die Mutter auf die Wochenbettstation verlegt. Dort gelte derzeit, wie in anderen Kliniken allgemein auch, ein generelles Besuchsverbot – auch für die frischgebackenen Väter. „Dies wird aber von manchen frisch gebackenen Mamas durchaus positiv wahrgenommen“, macht Ingrid Vogt, die Leitende Hebamme am Ortenau-Klinikum in Offenburg, deutlich. „Sie finden mehr Ruhe und können besser neue Kraft tanken als es bei stetig wechselnden Besuchern im Zimmer möglich wäre.“

Vertrauen vermitteln

Ingrid Vogt bleibt positiv: „Bei uns wird noch Zukunft geboren“, sagt sie. Kürzlich sei ein Kind zur Welt gekommen, das sich „so gar nicht beschwert habe“ und einfach nur rosig war. „Im Kreißsaal hat man manchmal das Gefühl, dass alles normal ist.“ Und das will das ihr Team den Frauen auch vermitteln. „Die Gebärenden sollen uns vertrauen. Wir tun alles, was in unserer Macht steht, damit es für Mutter und Kind eine schöne Geburt wird“, so die Hebamme.
 

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