Ortenau

Georgischer Tätowierer mit gefälschtem Pass aufgeflogen

Autor: 
red/maj
Lesezeit 2 Minuten
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11. Februar 2019

Symbolbild ©Alex Erofeenkov/shutterstock.com

Fast drei Jahre bewegte sich ein abgeschobener Mann aus Georgien in Deutschland mit gefälschten rumänischen Ausweisepapieren. Zuletzt arbeitete er in einem Ortenauer Tattoo-Studio. Dort fiel sein Betrug auf.

Rumänien gehört zur Europäischen Union. Wer dort herkommt, genießt innerhalb des EU-Territoriums Freizügigkeit und darf sich auch in Deutschland aufhalten und dort arbeiten. Wer dagegen aus dem Nicht-Mitgliedsstaat Georgien kommt, benötigt eine Aufenthaltsgenehmigung. Wird die nicht gewährt, muss er Deutschland verlassen. Das aber wollte ein 29-Jähriger aus Georgien nicht, weshalb er einen rumänischen Ausweis fälschte und mit diesem drei Jahre in der Ortenau lebte.

Kontrolle

Aufgeflogen ist sein Betrug im vergangenen Jahr, als Beamte des Aufgabenbereichs Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Lörrach ein Tattoo-Studio in der Ortenau kontrollierten. Sie bemerkten, dass der Asylantrag des 29-Jährigen bereits 2016 abgelehnt worden war. Er wurde schon damals zur Ausreise aufgefordert, entzog sich dieser aber und tauchte seither unter.

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Mit einer selbst gefälschten rumänischen Identitätskarte hatte er sich nach Angaben der Beamten seitdem in Deutschland bewegt, wie er selbst eingestand. Die Zöllner leiteten sodann ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des unerlaubten Aufenthalts und wegen Urkundenfälschung ein. Der Mann wurde in Untersuchungshaft genommen und der Fall der Staatsanwaltschaft Freiburg vorgelegt.

Geldstrafe

Das für den Fall zuständige Amtsgericht in Emmendingen verhängte gegen den Mann eine Geldstrafe in Höhe von 1500 Euro. Wie es heißt, wurde auf eine Abschiebehaft verzichtet, weil der 29-Jährige gegenüber dem Gericht versicherte, sofort auszureisen.

Hintergrund

Nicht-Mitgliedsstaat Georgien

Seit 2009 ist Georgien Teil der sogenannten östlichen Partnerschaft mit der Europäischen Union. Seit 2014 ist das Land Mitglied der Vertieften und umfassendenen Freihandelszone (DCFTA). Das langfristige Ziel der ehemaligen Sowjetrepublik ist die Vollmitgliedschaft in der EU. 

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