In eigener Sache

Neun Auszubildende starten bei Reiff Medien ins Berufsleben

Autor: 
Bettina Kühne
Lesezeit 3 Minuten
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04. September 2018

Personalreferentin Luisa Kövári (von rechts), Dr. Martin Braun, Leiter Personal und Recht, sowie Personalreferentin Christina Linderer begrüßten gestern die neun neuen Auszubildenden bei Reiff Medien. ©Ulrich Marx

Gestern war der erste Arbeitstag für alle neuen Auszubildenden: Bei Reiff Medien starteten neun junge Leute in ihr Berufsleben – in ganz unterschiedlichen Sparten. Am längsten werden die Medientechnologen ausgebildet: Ihr Handwerk an der Druckmaschine lernen sie über dreieinhalb Jahre.

Schnuppertage und Praktika gehören inzwischen dazu: Die Auszubildenden von Reiff Medien brachten gestern schon einige Erfahrung mit, als sie, wie zahlreiche andere Altersgenossen in der Ortenau, ihren ersten Ausbildungstag hatten.

Zu staunen gab es dennoch etwas: Wolfgang Kollmer, Redaktionsleiter der Mittelbadischen Presse, führte die jungen Leute durch die Geschichte von Reiff Medien, das seit 206 Jahren im Familienbesitz ist. Begrüßt wurden die neuen Azubis auch von Personalchef Dr. Martin Braun, der den jungen Leuten lehr- und erfolgreiche Jahre wünschte.

Daniel Ziebarth, Leiter Zeitungsdruck, und Daniel Stehlik, Leiter des Versands, stellten die Technik rund um die riesige Druckmaschine vor. Dort werden Oliver Schloßer aus Recklingshausen und Maximilian Luchner (21) aus Gengenbach den Beruf des Medientechnologen erlernen: Dreieinhalb Jahre dauert ihre Ausbildung im Bereich Zeitungsdruck, sagt Luisa Kövári. Sie freut sich, dass es gelungen ist, alle neuen Ausbildungsplätze zu besetzen, »obwohl das immer schwieriger wird«. 

Luchner, der bisher »eher im sozialen Bereich unterwegs war«, wurde durch die Zeitungsannonce auf die Stelle aufmerksam. »Innerhalb zwei Wochen kurzfristig entschieden« hat er sich für die Ausbildung, die ihm später weitere Karrierewege eröffnen soll. Sein Kollege Schloßer weiß bereits seit der Berufsschule, wohin die beruflichen Wege ihn führen sollen. Nach einer Station beim Etikettendruck in Herne geht es für ihn in Offenburg nun »im Großformat mit der Zeitung« weiter. Anschluss hat er bereits gefunden: »Ich habe einige Freunde hier, das ist ein sehr offener Menschenschlag.«

Für eine Ausbildung im Bereich Fachinformatik hat sich Lukas Strobel (19) aus Bad Peterstal-Griesbach entschieden. Strobel stellte bereits zu Schulzeiten die Weichen für diesen Beruf, weil er »schon immer« gerne programmiert. 

Durch Freunde motiviert

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Marius Hauser (21) aus Oberkirch, der bereits eine Ausbildung zum Logistiker absolviert hat, bekam den Impuls zur Neuausrichtung als Medienkaufmann durch einen Mannschaftskollegen beim SC Durbachtal: »Mit Einkauf, Vertrieb und Marketing bin ich dann breit aufgestellt und kann mich hinterher entscheiden, was genau ich machen will.« Umorientiert hat sich auch Gentian Berisha, der im Maschinenbau-Studium nicht glücklich war. Nach einer Phase, in der er in der »Etage 1« aktiv war, packt der Kehler nun eine Ausbildung an und wird Medienkaufmann Print und Digital.

Dritte im Bunde der Medienkauffleute ist Maria Kern aus Achern. »Das wird eine abwechslungsreiche und interessante Zeit«, ist sich die 18-Jährige sicher. Schon im Abi widmete sie sich der Kunst und kann nun »Gestalterisches und Kaufmännisches verbinden«. Sie sagt: »Auf die Ausbildungsstelle bin ich durch die Zeitungsannonce gestoßen.«

Zwei künftige Mediengestalterinnen werden bei Reiff Medien ausgebildet. Katharina Boni (19) aus Biberach hat sich beworben, weil ihr jemand die Ausbildung empfohlen hat. Als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr gelten beim Einsatz strenge Notfallpläne – bei ihrer Berufsausbildung kann sie künftig der Kreativität freien Lauf lassen, freut sie sich.

Mit Augenmaß

Die gleichaltrige Luisa Nicoletta nennt das Fotografieren als Hobby. Doch ein Praktikum beim Fotografen brachte der Hornbergerin nicht den erhofften Spaß, sodass sie sich neue Ziele suchte. Nun will sie ihr Augenmaß einsetzen, um Texte und Bilder optisch ansprechend zu gestalten.

Bereits in ihre Aufgaben als Veranstaltungskauffrau hineingewachsen ist Jennifer Schmid. »Ich habe von März bis Juni ein Praktikum gemacht«, sagt die 21-jährige Offenburgerin. Sie weiß also schon etwas genauer, wie es läuft, zumal sie »auch privat viel organisiert«.

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