Rust

Getötete Artistin aus dem Europa-Park: Prozessbeginn im Januar

Autor: 
red/ba
Lesezeit 2 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
14. Januar 2021
Video starten
Mehr zum Thema

Nach dem Leichenfund hatte die Polizei im Mai 2019 das Gebiet um den Altrhein nach weiterem Beweismaterial abgesucht. ©Archivfoto: Benedikt Spether

Knapp zwei Jahre nach dem Tod einer 33-jährigen Artistin aus dem Europa-Park im Mai 2019 muss sich der Ex-Freund der Frau ab dem 22. Januar in Freiburg vor Gericht verantworten. Zunächst sollte ihm aus Mangel an Beweisen nicht der Prozess gemacht werden.

Der Ex-Freund der am 18. Mai 2019 bei Rust tot im Altrhein entdeckten 33-jährigen ukrainischen Artistin aus dem Europa-Park muss sich ab dem 22. Januar in Freiburg vor Gericht verantworten. Dem 31-jährigen Kubaner werden vorsätzliche Tötung und Computerbetrug vorgeworfen, wie das Landgericht Freiburg mitteilte.

Der Angeklagte, der ebenfalls im Europa-Park als Künstler tätig gewesen sei, soll die 33-Jährige am 29. oder 30. April 2019 im Wohnwagen des Paars auf dem Parkgelände nach einem Streit erwürgt haben. Anschließend soll er den Leichnam in einen Kunststoffsack gesteckt, diesen beschwert und in den Altrhein geworfen haben, wo der Sack mit dem Leichnam erst am 18. Mai 2019 aufgefunden wurde. Nach der Tat soll der 33-Jährige die EC-Karte seiner getöteten Freundin genutzt haben, um von ihrem Konto insgesamt 1310 Euro abzuheben.

Mangel an Beweisen?

- Anzeige -

Noch im Oktober 2019 kam der Mann aus der Untersuchungshaft. Damals hieß es, dem 31-Jährigen könne aus Mangel an belastbaren Beweisen nicht der Prozess gemacht werden. Das Freiburger Schwurgericht entschied, den Tatverdächtigen auf freien Fuß zu setzen. Das Oberlandesgericht Karlsruhe (OLG) hatte aber im Februar vergangenen Jahres der Beschwerde der Staatsanwaltschaft und der als Nebenkläger auftretenden Eltern der Toten stattgegeben, sodass es nun doch zum Prozess kommt.

Woran die Frau gestorben ist, habe die Obduktion des bereits teilweise verwesten Leichnams nicht klären können, hieß es im Februar. Hinweise auf einen Unfalltod hätten sich aber nicht ergeben, stattdessen werde von Fremdverschulden ausgegangen. Viele Indizien – vor allem Spuren in dem Wohnwagen und am Leichnam sowie Beobachtungen von Zeugen – sprechen laut OLG dafür, dass der Ex-Freund die Frau getötet hat.

Das Urteil wird für den 25. Februar erwartet.

Mehr zum Thema

Weitere Artikel aus der Kategorie: Ortenau

vor 1 Stunde
Tag des Patienten
Zum diesjährigen bundesweiten Tag des Patienten am Dienstag mit dem Motto „Nähe schaffen trotz Distanz“ richtet das Ortenau-Klinikum für Freitag von 10 bis 12 Uhr eine Telefonhotline ein.
vor 2 Stunden
Austausch mit Peter Hauk (CDU)
Hochkarätig besetzt war mit Landwirtschaftsminister Peter Hauk eine Videokonferenz auf Einladung der drei Ortenauer CDU-Abgeordneten. Über 50 Landwirte waren zugeschaltet.
vor 2 Stunden
Aktuelle Werte für die Ortenau
Wie entwickeln sich die Corona-Infektionszahlen im Ortenaukreis? Unsere Übersicht gibt den aktuellen Stand mit Zahlen vom Land und den Kommunen.
vor 3 Stunden
#iloveortenau
Unsere Serie stellt Menschen aus der Ortenau vor – fünf Fragen, fünf Antworten. Diesmal: Rita Huber, 72, Rentnerin aus Oberkirch-Ödsbach.
vor 4 Stunden
Ortenau
Zwei Männer müssen mit einer Anzeige rechnen. Am Wochenende hat einer die Polizei beleidigt und der andere einen Zugbegleiter bedroht.
vor 6 Stunden
**LIVE**
Wie geht es weiter in der Pandemie-Krise? Mit unserem Newsblog sind Sie aktuell informiert über die wichtigsten Entwicklungen zum Coronavirus in der Ortenau und darüber hinaus.
vor 6 Stunden
Ausprobiert
Wie läuft eigentlich ein Corona-Schnelltest ab? Wir haben in einer der Kehler Apotheken, die das Verfahren seit Ende 2020 ebenfalls durchführen dürfen, einen Selbstversuch unternommen.
vor 7 Stunden
Kehl
Ab Montag müssen im Nahverkehr, beim Einkaufen und am Arbeitsplatz medizinische Masken oder FFP2-Masken getragen werden – laut neuer Corona-Verordnung des Landes. In Deutschland sind sie ein Muss, in Frankreich werden sie bloß empfohlen.  
Ja, nein, vielleicht: Die Studierenden der Hochschule Offenburg wünschen sich Klarheit darüber, ob die Prüfungen online oder vor Ort stattfinden. Jeder Professor kann das selbst entscheiden, seit das Rektorat am Donnerstag grünes Licht gab.
vor 7 Stunden
Hochschule Offenburg
Studierende der Hochschule Offenburg wollen virtuelle Prüfungen. Die Voraussetzungen seien da, verkündete das Rektorat am Mittwochabend. Nun müssten die Professoren entscheiden, wie sie es halten.
vor 8 Stunden
#iloveortenau
Unsere Serie stellt Menschen aus der Ortenau vor – fünf Fragen, fünf Antworten. Diesmal: Karin Nitzsche aus Berghaupten (55) ist von Beruf kaufmännische Angestellte.
vor 10 Stunden
Amtsgericht Offenburg
Ein offenbar nicht reparaturfreies Fahrzeug schaffte es durch den Tüv – und vor Gericht. Ein freies Ingenieurbüro hatte das Fahrzeug trotz Mängeln durchgewunken. Welche Rolle der Angeklagte spielte und ob es sich um einen Betrug handelt, wird das Amtsgericht zu klären haben.
Eine halbe Million Euro fließt in die Sanierung der Friesenheimer Sternenberghalle: Das Land gab die Förderungen für die Entwicklung des Ländlichen Raums frei: Insgesamt erhält die Ortenau über vier Millionen Euro.
24.01.2021
Förderprogramm Ländlicher Raum
Der Ortenaukreis profitiert vom Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR): Über vier Millionen Euro fließen zur Kofinanzierung von Projekten in insgesamt 61 Projekte im Kreis.

Das könnte Sie auch interessieren

- Anzeige -
  • Projektleiterin Vanessa Kranz und Geschäftsführerin Birgit Besmhen-Heringer (rechts) sind Expertinnen in Sachen Wohnen.
    vor 16 Minuten
    "Badtraum" und "Wohntraum" in Kehl-Kork sorgen für individuelle Gestaltungslösungen
    Je turbulenter die Zeiten, desto wichtiger ist es, mit dem Zuhause einen Rückzugsort zu haben, in dem man sich rundum wohlfühlt. Wer sich sein Zuhause noch schöner machen will, findet in den Firmen „Badtraum“ und „Wohntraum“ in Kehl-Kork verlässliche Partner. 
  • 23.01.2021
    Der Schutterwälder an sich
    Der Schutterwälder an sich schreibt diese Woche in seiner Kolumne von Schneebilderlawinen und einer Geschichte über einen „schäpsen Kamin“.
  • Kompetenz rund ums Auto, das gibt es bei CarConcept in Appenweier.
    15.01.2021
    CarConcept in Appenweier bietet markenübergreifendes Know-how vom Experten
    CarConcept in Appenweier berät individuell und kompetent rund ums Auto. Der Fahrzeugspezialist und sein Team verfügen über ein markenübergreifendes Know-how in den Bereichen Smart Repair, Car Cosmetic, Austausch und Reparatur von Autoglas sowie den An- und Verkauf geprüfter und garantierter ...
  • Ab Montag kann bestellte Ware wieder im regionalen Handel abgeholt werden.
    08.01.2021
    Jetzt wieder möglich
    Die Corona-Krise belastet den örtlichen Einzelhandel und die heimische Gastronomie seit Monaten. Die Gewerbetreibenden haben zwischenzeitlich online ein engmaschiges Servicenetz aufgebaut, das ab Montag, 11. Januar, wieder intensiver genutzt werden kann. Die Verordnung des Lands lässt zu, dass...