Kooperation mit der gewerblich-technischen Schule

Hochschule Offenburg kombiniert Studium und Ausbildung

Autor: 
red/bsa
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28. Dezember 2018

Uwe Nuß, Schulleiterin Monika Burgmaier, Abteilungsleiter Steven Wieland und Hochschulrektor Winfried Lieber (von links) unterzeichnen den Kooperationsvertrag zwischen Hochschule und Gewerblich-Technische Schule Offenburg. ©Michael Haß

Die Hochschule Offenburg bietet ein verzahntes Studium an. Die Absolventen machen nicht nur einen Bachelor-Abschluss, sondern auch eine Berufsausbildung. 

Bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen Hochschule und Gewerblich-Technischer Schule Offenburg betonte Hochschulrektor Winfried Lieber die Besonderheit des verzahnten Studiums: »Ziel ist die Ausbildung von Ingenieuren und Informatikern, die nicht nur über fundiertes theoretisches Wissen verfügen, sondern auch Arbeitsabläufe und Prozesse in Unternehmen sehr gut kennen und damit das theoretische Wissen besonders effektiv anwenden können.« 

Bewusste Kooperation

Laut der Schule geht die Hochschule in ihrem dualen Studienangebot StudiumPlus (Studium plus Ausbildung) bewusst in Kooperation mit den Beruflichen Schulen, da nicht alle Firmen die berufliche Ausbildung firmenintern leisten können. »Die Zusammenarbeit mit der Gewerblich-Technischen Schule Offenburg sowie anderen Beruflichen Schulen der Region eröffnet allen Partnern neue Möglichkeiten: einen kombinierten Bildungsweg für die dualen Studierenden, eine Attraktivitätssteigerung der Berufsausbildung sowie die Entwicklung qualifizierter Fachkräfte für Unternehmen mit akademischen und berufspraktischen Kompetenzen«, betont Monika Burgmaier, Schulleiterin der Gewerblich-Technischen Schule Offenburg.

Die Auszubildenden beziehungsweise Studierenden können in diesem Ausbildungsweg  unter anderem an der Bildungszeit sparen, da sie in nur viereinhalb Jahren sowohl einen Facharbeiterbrief  als auch einen Bachelorabschluss der Hochschule erhalten. Möglich werde dies durch abwechselnde Präsenzphasen an der Hochschule und den beteiligten Unternehmen, in denen auch Vorpraktikum, Praxissemester und Bachelorthesis durchgeführt werden. 

Vorteile für Unternehmen

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Auch für die derzeit acht beteiligten Ortenauer Unternehmen hat  diese Studienart Vorteile: Gezielte Personalentwicklung mit hochmotivierten Nachwuchskräften, die bei Berufseintritt mit den Gegebenheiten im eigenen Unternehmen schon bestens vertraut sind und keine Einarbeitungszeit benötigen. 

Wie die Hochschule mitteilt, bietet »StudiumPlus« drei lange Praxisphasen, während derer die Jungingenieure stark in das Tagesgeschäft eingebunden werden. Somit lernen sie das Unternehmen und die Produkte kennen, bauen sich ein Netzwerk auf, verstehen die internen Prozesse und gewinnen während dieser sehr praxisorientierten Ausbildungsphasen bereits eine Vorstellung über ihre spätere angestrebte Tätigkeit. 

Bessere Balance

Uwe Nuß, Dekan der Fakultät für Elektro- und Informationstechnik an der Hochschule Offenburg, hofft mit dem neuen Angebot eine »bessere Balance zwischen Studium und Ausbildung zu schaffen«. Denn nie zuvor gingen so viele Schüler aufs Gymnasium. Unternehmen wie Hochschulen stelle dies vor eine Herausforderung. Für Steven Wieland, Bereichsleiter Elektronik der Gewerblich-Technischen Schule, ist klar: »Wir benötigen neue Wege, welche die Attraktivität der praxisorientierten

Berufsausbildung wieder steigern.« 
Derzeit sind nach Angaben der Hochschule folgende Kombinationen für Studium und Ausbildung möglich: Angewandte Informatik plus Fachinformatiker, Elektrotechnik/Informationstechnik plus Elektroniker für Geräte und Systeme sowie Elektroniker für Betriebstechnik oder Mechatroniker, Maschinenbau plus Industriemechaniker sowie Mechatronik und Autonome Systeme plus Mechatroniker. 
 

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