Offenburg

Hubert Burda mit Badischem Architekturpreis ausgezeichnet

Autor: 
Volker Gegg
Lesezeit 3 Minuten
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15. Mai 2019
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Preisübergabe in Offenburg (von links): Schirmherr und Landrat Frank Scherer, Verleger Hubert Burda und Architekt Jürgen Grossmann, der den Badischen Architekturpreis auslobt. ©Iris Rothe

Die markanten Bauten der Firma Burda prägen das Stadtbild von Offenburg schon seit vielen Jahren. Am Mittwoch hat Unternehmenschef Hubert Burda dafür den Sonderpreis für identitätsstiftende Architektur erhalten. 

Hubert Burda ist am Mittwoch in Offenburg mit dem Sonderpreis für identitätsstiftende Architektur am Oberrhein ausgezeichnet worden. Er ist damit der erste Preisträger des von Architekt und Investor Jürgen Grossmann gestifteten Badischen Architekurpreises. Burda nahm den Preis vor rund 30 Ehrengästen in der Burda Fondation in der Offenburger Schanzstraße entgegen.

Frank Scherer, Landrat und Schirmherr des Architekturpreises, lobte das architektonische Engagement der Familie Burda in Offenburg. »Was der Eiffelturm für Paris ist und die Oper für Sydney, sind Media Tower und Medienpark für Offenburg«, so Scherer. In den 60er-Jahren errichtet, sei der Media Tower bis heute das Wahrzeichen der Stadt. »Mit diesem Gebäude änderte sich Offenburgs Selbstverständnis grundlegend«, so Scherer weiter. »Dabei haben die Burdas, hier in Baden tief verwurzelt, es stets verstanden, über den Tellerrand zu schauen und damit sichtbare Erkennungszeichen für ihre Stadt zu schaffen«. Auch der Burda Media Park passe perfekt zum Stadtbild. 

»Das Tor zur Stadt«

Den Ehrenpreis übergab Jürgen Grossmann persönlich an Hubert Burda. »Die Skulptur ist einem Hochhausprojekt in Abu Dhabi angelehnt, das ich mal verwirklichen sollte«, gab Grossmann preis. »Allerdings ist das damals wegen der Lehman-Brothers-Pleite gescheitert.« 

 

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Burda zeigte sich sichtlich geehrt von der besonderen Auszeichnung und nutzte den Moment, um zurückzublicken. Es war ein »richtiger Geschlechterkonflikt«, als in den 50er-Jahren Mutter Aenne Burda ihren Verlagssitz vom damaligen Stararchitekten Egon Eiermann errichten ließ und Vater Franz widerrum mit dem Bau des Hochhauses begann, erinnerte sich der 79-Jährige. »Die Burdas sind verrückt, haben damals die Offenburger gesagt, wir haben doch genügend Platz.« 

Für ihn sei völlig klar gewesen, den Turm Anfang der 2000er-Jahre für stolze 23 Millionen Euro zu sanieren. »Abreißen wäre halt günstiger gewesen. Aber ich wollte dieses Tor in die Stadt unbedingt erhalten.« Seit 70 Jahren beschäftigt sich die Verlegerfamilie auch in ihren Publikationen mit dem Thema Architektur. 1949 erschien die erste Ausgabe von »Das Haus«, gedruckt in Offenburg. 

Ein Badener geblieben

Laut Burda verändert sich wie derzeit die Medienlandschaft auch die Architektur. »Wir sind ein mittelständisches, familengeführtes Unternehmen. Da können ich und meine Kinder nicht sagen, ›das gehört alles mir‹. Gemessen wird man daran, wie viel an die nächste Generation weitergegeben werden kann«. 

Der 79-jährige Weltmann ist ein Badener und Offenburger mit Herzblut geblieben. Das wurde am Schluss seiner Dankesrede deutlich: »Wir haben jetzt noch zehn Minuten Zeit, bis es das Mittagessen gibt – also singen wir gemeinsam das Badnerlied«.

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