Vorbereitungen im Funny-Park laufen

Sicherheitsregeln: Wann der Europa-Park wieder öffnet

Autor: 
Bettina Kühne
Lesezeit 4 Minuten
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10. Mai 2020
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©Europa-Park

Nach Wochen der Ungewissheit gibt es nun einen Hoffnungsschimmer für den Europa-Park: Ab dem 18. Mai macht die Hotelgastronomie wieder auf, ab dem  29. Mai kann der Freitzeitpark wieder besucht werden.

„Bisher sind wir im Dunkeln getappt, jetzt sind wir froh, dass unsere Vorbereitungen ein Ziel haben“, sagte gestern Engelbert Gabriel, Sprecher der Geschäftsleitung des Europa-Parks. Die ganze Zeit über habe man Konzepte ausgearbeitet, wie man eine Öffnung des Freizeitparks gestalten könnte – und nun soll ab 29. Mai das Geschäft in Rust wieder Fahrt aufnehmen.

Zu den neuen Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen gehören unter anderem „tonnenweise Desinfektionsmittel, weil das die einzige Chance ist, den Tag im Park genießen zu können“ oder ein „Warteschlangemanagement“, erklärte Gabriel. Zudem werde die Zahl der Gäste limitiert sein: „Wir warten noch auf die genaue Anzahl.“ Damit dies funktioniert, wird ab 13. Mai ein Ticketing-System eingerichtet: Über dieses erhalten die Besucher ihre Eintrittskarten, die für einen bestimmten Tag gelten. „Weitere Infos gibt es in den nächsten Tagen über die Homepage und die sozialen Netzwerke, verspricht Gabriel. Gleiches gelte auch für die Dauerkartenbesitzer. Um vielen Personen die Möglichkeit zum Besuchen zu geben, werden die Dauerkarten ausgesetzt, hieß es gestern auf der Homepage des Europaparks: Inhaber dürfen derzeit ein Mal pro Monat kostenlos in den Park. Um die Zeitspanne, vom Saisonbeginn bis zum Ende aller Sonderregelungen, soll die Karte im Anschluss dann verlängert werden; alternativ gibt es das Geld anteilig zurück, hieß es dort gestern.

Fieber messen

Die Achterbahnen dürfen alle öffnen, sagte Gabriel. Sobald die Fahrschlitten in den Bahnhof kommen, werden sie desinfiziert. Andere Vorbereitungen – wie etwa die Möglichkeit, am Eingang Fieber zu messen – wurden geschaffen: „Wir wissen aber nicht, ob es nötig sein wird, sind aber entsprechend ausgestattet.“

Was man noch nicht habe, sei eine Freigabe für die Shows oder das Kino: „Da geht es uns genauso wie den anderen Akteuren im Kulturbetrieb“, so Gabriel. Da müsse man eben weiterhin abwarten.

Bereits ab dem 18. Mai darf die Gastronomie öffnen: Das Kolosseum – auch mit dem Innenbereich – und Krønasår werden die Gäste wieder bewirten. Zu welchem Prozentsatz allerdings die Hotels ab dem 29. Mai wieder ausgelastet sein dürfen, steht bislang noch nicht fest. Gabriel spricht von einer bisher gebuchten Auslastung von etwa 60 Prozent: „Wir sind sehr froh darüber und bedanken uns für die Treue.“ Ein großer Kraftakt sei es, bis dahin die Mitarbeiter aus der Kurzarbeit zurückzuholen und entsprechend zu unterweisen.

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„Wir werden ganz langsam wieder öffnen“, sagt Stéphanie Corveleyn, die mit ihrem Mann Michael Schludecker die Funny-World in Kappel-Grafenhausen betreibt. Anfangs sollen pro halber Stunde maximal 50 Personen eingelassen werden, die  Tickets der Besucher sind zudem datumsbasiert. Ein entsprechendes Buchungssystem wird eingerichtet. Normalerweise dürfen bis zu 1500 Gäste in der Park, „wir werden das entsprechend reduzieren“, sagt sie. Man werde sich vortasten, wie das mit den Abstandsregelungen klappt, „denn wir wissen alle, dass das bei kleine Kindern nicht so leicht ist“.

Sich langsam vortasten

Das Team mit bis zu 30 Mitarbeitern hat sich in den vergangenen Wochen auf den Tag vorbereitet, an dem die, normalerweise ganzjährig geöffnete, Funny-World wieder für die Besucher da sein darf: „Wir haben in dieser Zeit alle Vorkehrungen für die Einhaltung der Hygieneregeln getroffen“, sagt Corveleyn. Zu den üblichen Maßnahmen mit Maske – Kinder ab sechs Jahren brauchen beim Besuch eine, die Erwachsenen sowieso – wurde zum Beispiel veranlasst, dass das Reinigungsteam ganztags vor Ort ist.

Aus Sicherheitsgründen bleiben in der Funny-World Indoorattraktionen und das Restaurant geschlossen: „Wir servieren alles frisch und haben nichts abgepacktes.“ Wie üblich, sei es aber auch gestattet, sein Picknick mitzubringen.

Wie ein Waldspaziergang

Der Alternative Wolf- und Bärenpark in Bad Rippoldsau hat bereits seit drei Tagen geöffnet. „Wir hatten schon zuvor ein Konzept beim Landratsamt vorgelegt“, sagt Bernd Nonnenmacher. Denn eigentlich sei der Besuch auf dem zehn Hektar großen Gelände „auch nur wie ein Waldspaziergang“.  Auf den 4,5 Seiten wurde unter anderem definiert, dass der Rundweg nun eine Einbahnstraße ist und alle Sitzgelegenheiten gesperrt wurden.

Die Gäste seien sehr dankbar für die Möglichkeit, den Bärenpark zu besuchen, so Nonnenmacher. Bisher sei die Zahl der Gäste etwa bei dem, was an Tagen außerhalb der Ferien üblich sei. Platz gebe es jedenfalls noch genügend: „Wir haben noch nie erlebt, dass wir überfüllt gewesen wären.“ Er ist froh, dass wieder Eintrittsgelder reinkommen: Sie finanzieren den Park zu 80 Prozent, der Rest sind Spenden; öffentliche Gelder gebe es keine. „Und während der Schließung hat der Unterhalt rund 120 000 Euro gekostet, ohne dass wir Einnahmen hatten“, sagt der Geschäftsführer.

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