Ortenau-Kolumne
Dossier: 

IHK-Expertin: Deshalb ist der Exportmarkt jetzt besonders wichtig

Autor: 
Stefanie Blum
Lesezeit 2 Minuten
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17. Mai 2021
Stefanie Blum ist stellvertretende Leiterin des Geschäftsbereichs International bei der IHK Südlicher Oberrhein.

Stefanie Blum ist stellvertretende Leiterin des Geschäftsbereichs International bei der IHK Südlicher Oberrhein. ©ihk südlicher oberrhein

Stefanie Blum ist stellvertretende Leiterin des Geschäftsbereichs International bei der IHK Südlicher Oberrhein. In der Ortenau-Kolumne erklärt sie, warum die Unternehmen im Landkreis auf den Export setzen sollten.

Die Corona-Pandemie bringt derzeit unsere Regionalmärkte zum Schrumpfen. Die Wirtschaft sollte diese Entwicklung zum Anlass nehmen, sich verstärkt auf den Export zu konzentrieren. Denn der globale Markt birgt Aussicht auf Gewinne: Allein 2019 beliefen sich die Ausfuhren in Baden-Württemberg auf rund 39 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, die Exportquote lag bei rund 46 Prozent. Eine stärkere internationale Ausrichtung der Wirtschaft trägt dazu bei, Arbeitsplätze zu sichern und dringend benötigte, neue Wettbewerbsvorteile zu sichern.

Große Herausforderungen

Die Krise stellt auslandsaktive Unternehmen vor große Herausforderungen. Probleme in der Lieferkette und der Logistik, fehlende Waren und Dienstleistungen sowie eigene Produktionsausfälle haben sich in den letzten Monaten weiter verschärft. Auch die deutliche Steigerung bei den Frachtkosten, den Energie- und Rohstoffpreisen und fehlende Container spielen dabei eine Rolle. Viele Unternehmen haben daher bereits Investitionen verschoben oder komplett gestrichen.

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Um den Erfolg der Wirtschaft auf den Exportmärkten zu sichern und die betroffenen Unternehmen zu unterstützen, muss EU-weit die Nachfrage gefördert werden. Mit dem Beschluss eines Wiederaufbaufonds seitens des Europäischen Rates, der von der Bundesregierung und der französischen Regierung auf den Weg gebracht wurde, wurde ein Schritt in die richtige Richtung gemacht. Ein Großteil der Mittel wird jedoch wohl erst ab Mitte 2021 freigegeben und kann somit kaum als konjunkturelle Stütze zur Abfederung des wirtschaftlichen Einbruchs in der Corona-Krise dienen. Hier sollte man der privaten Wirtschaft dringend die Chance geben, die Geschäftslage neu zu bewerten, um langfristig wirksame Veränderungen zu erreichen.

Kein Stillstand

Trotz aller Herausforderungen steht die Weltwirtschaft nicht still: Viele Unternehmen nutzen die Krise, um nach neuen Betätigungsfeldern zu suchen und Lieferantenbeziehungen zu diversifizieren. Verlagerungen von eigenen ausländischen Produktionsstandorten in attraktivere Standorte sind ein Trend, der derzeit relevanter wird. Insbesondere der europäische Raum und angrenzende Regionen stehen dabei im Blickfeld deutscher auslandsaktiver Unternehmen.

Jetzt sind vor allem Innovationskraft und Unternehmungsgeist gefragt. Unternehmen müssen dies als Chance nutzen, sich neu aufzustellen, neue Geschäftspartner zu finden oder neue Märkte in den Fokus zu nehmen. Denn erst, wenn die Wirtschaft global wieder Fahrt aufnimmt und wieder investiert wird, können wir die Krise überwinden.

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