Offenburg

Im Haus Gengenbach geht's los

Autor: 
Thomas Reizel
Lesezeit 3 Minuten
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02. Januar 2017
Freuen sich, dass die Arbeiten gestartet sind von links): CJD-Bauleiter Manfred Wolf, Arbeiter Michael Kern (Firma Hess, Friesenheim-Heiligenzell) und Silvia Müller, Leiterin des Fachbereichs Gesundheit und Rehabilitation im Christlichen Jugenddorf Offenburg.

Freuen sich, dass die Arbeiten gestartet sind von links): CJD-Bauleiter Manfred Wolf, Arbeiter Michael Kern (Firma Hess, Friesenheim-Heiligenzell) und Silvia Müller, Leiterin des Fachbereichs Gesundheit und Rehabilitation im Christlichen Jugenddorf Offenburg. ©Christoph Breithaupt

Fast ein Jahr nach der Scheckübergabe hat im CJD-Jugenddorf in Offenburg der Umbau des Internatsgebäudes Haus Gengenbach begonnen. »Leser helfen« hatte 2015/16 mehr als 122 000 Euro dafür gesammelt.

Mitte Dezember sind die Umbauarbeiten im Internatshaus Gengenbach des CJD-Jugenddorfs Offenburg angelaufen. »Sechs bis neun Monate wird es dauern, bis alles erledigt ist«, blickte Manfred Wolf, Bauleiter im CJD, im Gespräch voraus. Im Parterre des Internatsgebäudes waren bis vor Weihnachten Arbeiter damit beschäftigt, die alten Bäder und Böden zu entfernen. 

Wie berichtet, soll das Haus Gengenbach so barrierefrei wie möglich umgebaut werden. Durch die »Leser helfen«-Aktion ist es möglich geworden, sechs von zwölf Doppelzimmer so umzugestalten, dass daraus sechs Einzelzimmer mit jeweils einem eigenen Bad entstehen. Bisher mussten sich zwei Doppelzimmer eines teilen. Das bedeutet aber auch, dass in den darüberliegenden Zimmern im ersten Stock ebenfalls umgebaut wird. Ein Beispiel sind die gemeinsamen Versorgungsleitungen, die neu verlegt werden müssen. »Die Spenden in Höhe von 122 800 Euro reichen für unten. Für die Arbeiten im oberen Stockwerk muss das CJD die Kosten tragen«, erläuterte Silvia Müller, Leiterin des Fachbereichs Gesundheit und Rehabilitation des CJD.

Viel zu tun im Vorfeld

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Für Außenstehende mag es als ein langer Zeitraum erscheinen, dass die Arbeiten erst fast ein Jahr nach der Scheckübergabe im Januar 2016 begonnen haben. Doch so einfach war es im CJD nicht, denn es musste im Vorfeld vieles geplant und umgesetzt werden. Über allem stand, dass die CJD-Zentrale im württembergischen Ebersbach den Umbau genehmigen musste. Mit Ausschreibung und Planung seien einige Monate ins Land gegangen, so Silvia Müller.
Eine weitere Herausforderung war die Unterbringung von 22 jungen Menschen, die im Haus Gengenbach gelebt haben. »Wir konnten sie nicht einfach irgendwohin stecken, sondern mussten geeignete Räume schaffen«, sagte Bauleiter Manfred Wolf. Dies sei unter anderem dadurch erreicht worden, dass einige Büros vorübergehend ausgesiedelt und umgestaltet wurden.

Als dies alles erledigt war, konnten Auszubildende in der Schreinerei darangehen, die Möbel auszubauen und wegzuräumen. Schließlich haben dann die eigentlichen Umbauarbeiten begonnen. »Wir beschäftigen bisher ausschließlich Firmen aus der Ortenau«, freute sich Silvia Müller. Die Umbaupläne hat übrigens der Architekt erstellt, der das vor 33 Jahren gebaute Haus Gengenbach geplant hatte. »Es gab damals einen Wettbewerb, und wir können jetzt nicht einfach alles verändern«, erklärte Silvia Müller.

Hebebühne und Türen

»Leser helfen«, die Spendenaktion der Mittelbadischen Presse, hat damals ja auch vier Schiebetüren für den Eingangsbereich und eine Senk- und Hebebühne für Rollstuhlfahrer finanziert. »Diese bauen wir zum Schluss ein. Es würde jetzt wenig Sinn machen, solange die Arbeiten noch laufen«, begründete Bauleiter Wolf die Planung. Wie er weiter betonte, freuen sich die Jugendlichen, die wegen des Umbaus ausziehen mussten, schon darauf, wenn sie in das neue Haus Gengenbach zurückkommen. »Die freuen sich riesig, dass es mit den Arbeiten endlich losgeht.«

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