Zahlen der belegen Anstieg

In der Ortenau erkranken immer mehr Menschen an Diabetes

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red/js
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19. November 2018

Blutzuckermessung. ©dpa

Immer mehr Versicherte der AOK in der Ortenau  erkranken an Diabetes vom Typ 2. Das geht aus einer Pressemitteilung der Krankenkasse hervor. Dabei gibt es vor allem zwei Faktoren, die die Erkrankung begünstigen. 

Die Krankenversicherung AOK hat nach eigenen Angaben in der Ortenau 2017 15 990 Versicherte, die an einem Diabetes Mellitus Typ 2 erkrankt waren. »Das sind rund 500 Menschen mehr als vier Jahre zuvor«, berichtet Armin Roth, Leiter des Lahrer Kundencenters der AOK. In den benachbarten Landkreisen Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald und Freiburg werden ähnliche Steigerungen beobachtet. 
Leichte Abnahme

Anteil nimmt ab

»Allerdings nimmt der Anteil der Erkrankten an allen Versicherten leicht ab«, so Roth. Dies lasse vermuten, dass die Bevölkerung insgesamt etwas jünger wird. Im Ortenaukreis waren 2017 10 Prozent aller Versicherten an der Stoffwechselerkrankung erkrankt, vier Jahre davor waren dies 10,7 Prozent, heißt es weiter. Da die Erkrankung einen erhöhten Blutzuckerspiegel zur Folge hat, werde sie im Volksmund auch Zuckerkrankheit genannt.

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Durst, starker Harndrang, Müdigkeit und trockene Haut: Diese Anzeichen können auf die Stoffwechselerkrankung Diabetes Mellitus, hindeuten, schreibt die AOK. Laut der Weltgesundheitsorganisation sind weltweit 422 Millionen Menschen betroffen. 1980 waren es noch 108 Millionen.
Der Diabetes Mellitus Typ 2, früher oft als Altersdiabetes bezeichnet, zähle zu den großen Volkskrankheiten. Nach einer Auswertung der AOK Südlicher Oberrhein seien in Baden-Württemberg 2017 etwas mehr als 429.000 AOK-Versicherte betroffen gewesen. Im Fünf-Jahres-Zeitraum bedeute das einen leichten Anstieg von 17.800 betroffenen Versicherten seit 2013.

Erbanlage als Faktor

»Meist entsteht diese Erkrankung im Zusammenhang mit dem Lebensstil«, erklärt die Lahrer Ernährungsberaterin Heike Neumann. »Auffällig ist, dass Übergewicht und Bewegungsmangel heute schon bei jungen Menschen beobachtet werden.« Zusammen mit einer entsprechenden Erbanlage verstärken diese Faktoren eine Insulin-Unempfindlichkeit und gelten als Hauptverantwortliche. 

»Normalerweise leitet Insulin, ein Hormon aus der Bauchspeicheldrüse, den Zucker aus dem Blut in die Zellen, die aus ihm Energie gewinnen«, erklärt die Ernährungsberaterin. Bei einer Insulinresistenz kann das Insulin dieser Aufgabe nicht mehr nachkommen – der Insulinspiegel sinkt, der Blutzuckerspiegel steigt, teilt die Krankenversicherung mit. Mit einer einfachen Blutzuckermessung beim Arzt lasse sich ein Typ-2-Diabetes feststellen.
 

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