Rust

Irland: Einblick in die neue Themenwelt des Europa-Parks

07. Juli 2016
&copy Jens Sikeler

Mitte Juli ist es soweit, dann eröffnet der Europa-Park seinen neuen Irland-Themenbereich. Der richtet sich mit seinen Angeboten vor allem an Kinder. Die Mittelbadische Presse hat während der Bauarbeiten einen Blick hinter die Kulissen geworfen. 

Das war also früher mal das Kinderland des Europa-Parks. An diesem Dienstagmorgen erinnert daran nur noch wenig. Ein Bagger bringt Kies an seinen Bestimmungsort. Ein Maler streicht einen Zaun. Sägen kreischen, ein Rüttler kommt lautstark seiner Bestimmung nach. 

Pressesprecher optimistisch

Hier sollen ab Mitte Juli wieder Kinder spielen. Den skeptischen Blick seiner Besucher quittiert Jakob Wahl, Chef-Pressesprecher des Freizeit-Parks, mit einem selbstsicheren Lachen und einem: »Das klappt schon.« 
Einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag lässt sich das Unternehmen den neuen Themenbereich kosten. Er entsteht auf einer Fläche von zehn Hektar. Die Mitglieder der Besitzerfamilie Mack hätten mittlerweile selbst  Kinder, erklärt der Pressesprecher. Auch deshalb sei es der Familie wichtig gewesen »etwas Neues für Kinder zu machen«. 

Bereich für Kinder

Der Bereich befindet sich nicht nur auf dem Gelände des früheren Kinderlandes, auch die Zielgruppe ist dieselbe geblieben. »Das hier soll ein Park im Park vor allem für Kinder sein«, sagt Wahl.  Der Anspruch der Park-Macher war dabei groß. Er solle alles bieten, was auch den großen Park ausmache, macht Wahl deutlich.  
Entsprechend haben die Verantwortlichen auch die Attraktionen ausgewählt. Es gibt eine Achterbahn für Kinder ab 95 Zentimetern. Sie sieht aus wie eine Lokomotive und ist in der irischen Nationalfarbe Grün gestrichen. Getauft hat sie der Park auf »Ba-a-a-Express«. Der  Name soll an die Schafe in Irland erinnern. 

Liebevoll gestaltet

Ein paar Schritte weiter, warten Oldtimer-Traktoren auf ihren Einsatz; zumindest sehen sie so aus. Die Elektro-Gefährte von »Old Mac Donald's Tractor Fun« sind liebevoll gestaltet. Es gibt zum Beispiel ein Cockpit mit einem Lenkrad und Instrumenten.  Und sie sehen ihren Vettern, die in der Ortenau noch durch viele Dörfer tuckern, zum Verwechseln ähnlich. 
Die Maler sind noch auf einem grünen Segelschiff zugange. Es verspricht einen feuchten Spaß für Kinder. Sie sollen sich dort mit Wasserpistolen gegen Angreifer verteidigen.  

Rutschen im Turm

Der Park hat auch einen großen Gebäudekomplex auf dem Gelände errichtet.  Der linke Teil ist einem irischen Landhaus nachempfunden. Der rechte Teil sieht aus wie eine Burg und heißt »Limerick Castle«. Auf die Besucher wartet  dort auch  das »Dancing Dinghi«, das auf- und abwippt und sich gleichtzeitig um die eigene Achse dreht. In der Burg bringt der Park die Rutschen unter, die auch bisher schon ein Markenzeichen des Kinderlandes waren. In dem Gebäudekomplex findet auch ein Pub seinen Platz. Dort werde es auch eigens gebrautes Bier geben, verrät Wahl. 
Wieso sich die Besitzerfamilie Mack nicht etwa für Island oder Kroatien als Thema für den Bereich entschieden hat, erklärt der Pressesprecher: »Wir befinden uns hier auf einer Insel.« Das fällt nicht sofort auf, aber tatsächlich liegt das frühere Kinderland zwischen der Elz und einem ihrer Seitenarme. Außerdem befinde er sich in direkter Nachbarschaft zum bereits existierenden Themenbereich England.

Autor:
Jens Sikeler

- Anzeige -

Mehr zum Thema

Deutschlands größter Freizeitpark zählt mehr als zwei Millionen Besucher in vier Monaten. Mit dem...

Videos

Grund- und Hauptschullehrer fordern mehr Gehalt - 21.11.2017

Grund- und Hauptschullehrer fordern mehr Gehalt - 21.11.2017

  • Grenzüberschreitender

    Grenzüberschreitender "Coffee to go nochemol"-Becher gegen Müllberge - 20.11.2017

  • 75-Jährige stirbt beim Überqueren der Hauptstraße in Renchen

    75-Jährige stirbt beim Überqueren der Hauptstraße in Renchen

  • Tivoli-Kino Achern: Schließung naht

    Tivoli-Kino Achern: Schließung naht

  • Oberkircher Bahnhof: Umbau ist gestartet

    Oberkircher Bahnhof: Umbau ist gestartet