Landwirschaftsministerin in Oberkirch

Julia Klöckner diskutiert mit Landwirten, Obstbauern und Winzern

Autor: 
Roland Spether
Lesezeit 2 Minuten
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21. September 2021
Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (Zweite von links) sprach mit (von links) dem OGM-Vorstandsvorsitzende Wendelin Obrecht, Dominic Ell von der Initiative Jungland, dem Vorstandsvorsitzenden der Oberkircher Winzer, Franz Männle und dem BLHV-Vizepräsidenten Egon Busam.

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (Zweite von links) sprach mit (von links) dem OGM-Vorstandsvorsitzende Wendelin Obrecht, Dominic Ell von der Initiative Jungland, dem Vorstandsvorsitzenden der Oberkircher Winzer, Franz Männle und dem BLHV-Vizepräsidenten Egon Busam. ©Roland Spether

Bundesministerin Julia Klöckner (CDU) absolvierte einen Wahlkampftermin beim Obstgroßmarkt Oberkirch. Dort hörte sie sich die Sorgen der Landwirte an und setzte sich für einen branchenspezifischen Mindestlohn ein, der nicht von der Politik festgelegt wird.

„Frau Ministerin Klöckner, haben Sie Vorschläge, wie das gute Image der Landwirtschaft weiter verbessert werden kann?“ Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft verstand bei der mit etwa 300 Personen sehr gut besuchten CDU-Veranstaltung im Obstgroßmarkt Mittelbaden sehr wohl die ironische Frage des BLHV-Vizepräsidenten Egon Busam.

Denn einerseits leisten Landwirte eine wertvolle Arbeit in der Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln, andererseits sind sie oft der Buhmann, sehen sich der globalen Konkurrenz und immer noch mehr Auflagen durch die Politik gegenüber. So war es nicht verwunderlich, ja geradezu spannend, wie der OGM-Vorstandsvorsitzende Wendelin Obrecht, der Vorstandsvorsitzende der Oberkircher Winzer, Franz Männle, Dominic Ell von der „Initiative Jungland“ und Egon Busam aus der Perspektive der Praxis mit der Ministerin auf einem hohen fachlichen Niveau diskutierten und dabei deutlich wurde, wie komplex die Thematik Landwirtschaft auch im „Garten Ortenau“ mit seinen Sonderkulturen ist und welche Sorgen die Landwirte, Obstbauern und Winzer derzeit vom Mindestlohn über den Klimaschutz bis zu Billigimporten plagen.

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„Wir werden immer weniger und es gibt immer weniger junge Betriebsleiter“, so Dominic Ell, der die fehlenden Perspektiven für junge Leute und den zu geringen Ertrag aufzeigte. „Möchten Sie für 31 000 Euro im Jahr arbeiten?“

Die Ministerin betonte, wie existenziell wichtig praktikable politische Rahmenbedingungen bei Themen wie Mindestlohn, Wertschätzung der regionalen Produkte und deren Vermarktung, gerechte Preise, Kennzeichnung von Lebensmitteln und anderes mehr sind. Zu den Forderungen des Pariser Klimaabkommens meinte sie: „Das schaffen wir, seit 1990 wurden die CO2-Emissionen in der Landwirtschaft um 24 Prozent gesenkt.“

Eine zentrale Sorge zum Thema Mindestlohn formulierte Wendelin Obrecht: „Wie können wir dafür sorgen, dass wir noch wirtschaftlich arbeiten und den Verbrauchern hochwertige und bezahlbare Lebensmittel anbieten können?“ Dazu Klöckner: „Es muss branchenspezifische Mindestlöhne geben, die nicht von der Politik festgelegt werden.“

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