Kinderpornografie: Polizei durchsucht neun Wohnungen in der Ortenau

©Iris Rothe
Im Kampf gegen Kinder- und Jugendpornografie haben die Ermittler des Polizeipräsidiums Offenburg am Mittwoch 14 Wohnungen in den Stadt-und Landkreisen Rastatt, Baden-Baden und dem Ortenaukreis durchsucht.
Die Beamten des Polizeipräsidiums Offenburg haben am Mittwoch in den Stadt-und Landkreisen Rastatt, Baden-Baden und dem Ortenaukreis Wohnungen durchsucht.
Bei den 14 Beschuldigten, neun davon in der Ortenau, vier in Rastatt und einer in Baden-Baden, handelt es sich ausschließlich um männliche Personen im Alter zwischen 20 und 62 Jahren, gegen die der Tatverdacht des Besitzes und Verbreitens von Kinderpornografie besteht. Das teilt die Polizei weiter mit.
Eine Vernetzung dieser Verdächtigen untereinander konnte nach jetzigem Ermittlungsstand nicht festgestellt werden. Alle Beschuldigten wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen auf freien Fuß entlassen, heißt es.
Auswertung der Daten dauert Monate
Bei den einzelnen Durchsuchungen konnten 75 elektronische Speichermedien sichergestellt werden. Neben Smartphones, Laptops und Computern befanden sich darunter eine Vielzahl von Speicherplatten, auf denen mehrere Terabyte Daten gespeichert sind.
Die Auswertung dieser Daten soll einige Monate in Anspruch nehmen, da möglicherweise sehr große Datenmengen nach strafbarem Inhalt gesichtet und bewertet werden müssen.
Den Beschuldigten, denen der Besitz und die Verbreitung kinder- und jugendpornografische Inhalte vorgeworfen wird, drohen empfindliche Strafen, weil der bloße Besitz von Kinderpornographie bereits ein Verbrechen darstellt.
Das sagt die Polizei in Bezug auf Kinder- und Jugendpornografie
- Jeder der Kinder- und Jugendpornografie besitzt oder verbreitet, unterstützt die Täter und ignoriert das Leid der Opfer.
- Wer strafbare Inhalte auf seinem Handy oder Speichermedien hat, besitzt sie im rechtlichen Sinne, egal ob der Empfänger die Dateien haben wollte oder nicht.
- Netzanbieter sind in der Regel verpflichtet, relevante Sachverhalte der Polizei zu melden. Neben mehrjährigen Haftstrafen drohen den Beschuldigten der Einzug ihrer Smartphones beziehungsweise deren Speichermedien.
Die Ermittler raten daher, dem Erhalt der Bilder oder Videos zu widersprechen und die strafbaren Dateien zu löschen. Von diesem Widerspruch ein Screenshot zu fertigen um somit den nicht vorhandenen Besitzwillen zu dokumentieren.
Zudem sollte man dem Verbreiter auf sein Fehlverhalten hinweisen und gegebenenfalls aus der entsprechenden Chatgruppe austreten.
Die Polizei bietet unter 07222 / 761 - 400, 0781 / 21 - 1040 und 0781 / 21 - 1041 Präventionsangebote an.