Oberkircher Klinik schließt vorerst
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Klinikum zieht Personal in Oberkirch komplett nach Achern ab

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red/ba
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27. März 2020
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Klinikum in Oberkirch. ©Rüdiger Keller

Das Oberkircher Klinikum muss wegen der Corona-Krise bis Ende Mai seinen Betrieb einstellen. Grund: Das Personal soll in Achern eingesetzt werden, wo jetzt eine zweite Intensivstation für Covid-19-Patienten eingerichtet wurde.

Das Ortenau-Klinikum baut zur Behandlung von Covid-19-Patienten die Klinikstandorte in Lahr, Offenburg und nun auch in Achern aus. Dort wurde jetzt eine zweite Intensivstation eingerichtet, wie das Klinikum am Donnerstag mitteilte. Dafür muss jedoch das Klinikum in Oberkirch ab jetzt und bis mindestens Ende Mai den Betrieb einstellen – das Personal von dort soll stattdessen in Achern eingesetzt werden, heißt es in der Mitteilung. Über eine entsprechende Eilentscheidung habe Landrat Frank Scherer die Mitglieder des Kreistags am Donnerstag informiert.

Die derzeit in Oberkirch stationär behandelten Patienten werde das Klinikum auf umliegende Standorte verteilen. Es soll sich um eine vorübergehende Schließung handeln, die der aktuellen Corona-Krise geschuldet sei und nicht mit Blick auf die Agenda 2030 zu verstehen ist, betont das Klinikum. Je nach Verlauf der Krise könnten demnach noch weitere Standorte vorübergehend geschlossen werden, um das dortige Personal woanders einzusetzen.

Zustände wie im Ausland vermeiden

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Bereits seit mehr als zwei Wochen werden alle nicht unbedingt notwendigen Operationen und Eingriffe verschoben, damit sowohl räumlich als auch personell genügend Ressourcen zur Verfügung stehen, um Intensiv- und Beatmungsplätze auszubauen. Diese sind vor allem notwendig, um Patienten mit schweren Verläufen der Covid-19-Erkrankung zu versorgen. Diese Fälle könnten in den kommenden Wochen deutlich zunehmen. Die Maßnahmen dienen auch, um Zustände wie derzeit in Italien und dem Elsass zu vermeiden, wo die Krankenhäuser bereits völlig überlastet sind und auch schwer Erkrankte teilweise nicht mehr behandelt werden können.

Beatmungsplätze womöglich bald am Limit

Das Klinikum geht davon aus, dass die Epidemie eine maximale Anzahl an Beatmungsplätzen notwendig macht. Zugleich müsse sichergestellt werden, dass ausreichend Personal für die Versorgung von infizierten Patienten vorhanden ist, da die notwendigen Schutzmaßnahmen nochmals einen höheren Personaleinsatz verlangen. Kleinere Intensiv-Teams drohen bei nicht auszuschließenden Personalausfällen zusammenzubrechen. Das Ortenau-Klinikum habe deshalb seine gewohnten Klinikstrukturen aufgehoben.

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