Ortenau

Kreis will längere Ausbildung für Tageseltern

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bek
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16. November 2019
Die Ausbildung für Tageseltern soll im Ortenaukreis länger werden.

Die Ausbildung für Tageseltern soll im Ortenaukreis länger werden. ©Archivfoto: Ulrich Marx

Der Ortenaukreis möchte die Kindertagespflege durch die Teilnahme am Bundeprogramm „Pro Kindertagespflege – Wo Bildung für die Kleinsten beginnt“ professionalisieren. Was sich deswegen nächstes Jahr für Tageseltern ändert.

Um die Kindertagespflege in der Ortenau weiterzuentwickeln, will sich der Kreis an einem Pilotprojekt beteiligen. „Wir wollen das Angebot stärken und professionalisieren“, sagte der Leiter des Jugendamts, Heiko Faller, im Jugendhilfeausschuss. Das Bundesmodellprogramm „Pro Kindertagespflege – Wo Bildung für die Kleinsten beginnt“ nimmt 41 Standorte auf, die jeweils mit bis zu 150 000 Euro gefördert werden. In diesem Rahmen unterstützt der Bund insbesondere die Qualifizierung der Tagespflegepersonen auf der Grundlage des Kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuchs des Deutschen Jugendhilfeinstituts (DJI), erläuterte Faller. Dieses sehe vor, angehende Tageseltern mit 300 Unterrichtseinheiten für ihre Aufgabe zu qualifizieren.

300 Stunden im Kurs

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2020 will der Ortenaukreis deshalb einen neuen Kurs mit 300 Stunden einrichten und einen Aufbaukurs mit 140 Stunden für Tageseltern anbieten, die bereits aktiv sind. Dafür gibt es Projektmittel von 43 680 Euro. 
Auch Gelder, die nach dem Finanzausgleichgesetz in den Ausbau der Kleinkinderbetreuung fließen, müssten zu mindestens 15 Prozent für die fachliche Begleitung der Tagespflegepersonen eingesetzt werden. Im Ortenaukreis wende man sogar 27 Prozent auf: Die restlichen Mittel dienen dazu, die Elternbeiträge zu senken. Dafür steht laut Faller fast eine halbe Million Euro zur Verfügung.

Die Kreisräte empfanden die geforderten Stunden als Hürde: Man wolle neue Tageseltern gewinnen – da würden verlängerte Ausbildungszeiten abschrecken, so der Tenor bei allen Fraktionen.
Faller relativierte, dass die 140 zusätzlichen Unterrichtseinheiten auch „tätigkeitsbegleitend“ seien. Es bestehe aber der klare Wunsch nach einer verbesserten Qualität bei der Betreuung. 

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