Geburtshilfe in Oberkirch

Land fördert Projekt zur geburtshilflichen Versorgung

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red/all
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03. Dezember 2019
Die Zeit der stationären Geburtshilfe im Oberkircher Krankenhaus ist gezählt.

Die Zeit der stationären Geburtshilfe im Oberkircher Krankenhaus ist gezählt. ©Rüdiger Keller

 Die geburtshilfliche Versorgung in Oberkirch und dem Renchtal soll auch nach der Schließung der Geburtshilfe des Ortenau Klinikums Oberkirch bestmöglich gewährleistet werden. Das schreibt das Landratsamt Ortenaukreis in einer Pressemitteilung. 

Am 18. Dezember soll die Geburtenstation im Oberkircher Krankenhaus schließen. Die jährlich über 500 Geburten am Standort Oberkirch sollen sich künftig auf Offenburg, Achern und Lahr verteilen.

Als Ergebnis der regionalen Strukturgespräche der Kommunalen Gesundheitskonferenz (KGK) hat sich der Ortenaukreis mit der Stadt Oberkirch um ein Landesförderprojekt beworben, um die Zukunft der geburtshilflichen Vor- und Nachsorge in der Region weiter zu entwickeln. „Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, den Zuschlag für dieses wichtige Projekt zu bekommen. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, wird Landrat Frank Scherer zitiert. Im Rahmen des mit 150 000 Euro bis Ende 2021 geförderten Projektes soll ein Konzept entwickelt werden, das die kontinuierliche Betreuung von Frauen vor und nach der Geburt in der Region Oberkirch – Renchtal sicherstellt. „Geprüft werden soll dabei insbesondere auch, ob langfristig diese Vor- und Nachsorge dann in einem zu entwickelnden ambulanten Gesundheitszentrum in Oberkirch erfolgen kann“, so Scherer.

Oberkirchs Oberbürgermeister Matthias Braun erklärt: „Wir möchten das Thema Geburtshilfe in unserer Region stärken. Daher haben wir zusammen mit den Hebammen im Ortenaukreis, dem Ortenau Klinikum und der Kommunalen Gesundheitskonferenz beschlossen, dieses Projekt zu beantragen. Ich freue mich sehr, dass wir erfolgreich waren.“

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Vernetzung entwickeln

Neben einer ausführlichen Analyse der vorhandenen Versorgungsstrukturen soll im Projekt durch eine Vernetzung und Beteiligung aller Akteure zusammen eine Rahmenvereinbarung entwickelt werden, die eine gemeinsame Betreuung der Frauen und Familien ermöglicht.

Gleichzeitig sollen digitale Möglichkeiten zur Unterstützung des Informationsaustausches geprüft werden. Im Fokus der Arbeit stehe auch „die Stärkung der normalen Verläufe von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett“. Daneben sind die Schaffung von attraktiven Arbeitsbedingungen sowie die Nachwuchsgewinnung im geburtshilflichen Bereich das Ziel.

Angesiedelt wird das Projekt bei der Kommunalen Gesundheitskonferenz. „Die Stelle für einen wissenschaftlichen Mitarbeiter schreiben wir schnellstmöglich aus“, so KGK-Geschäftsstellenleiterin Janine Feicke. Die wissenschaftliche Begleitung der Konzept­erarbeitung erfolgt durch die Pädagogische Hochschule in Freiburg.

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