Leser helfen 2016/2017

»Leser helfen«: Bescherung fürs Jugendrotkreuz

19. Dezember 2016
&copy Christoph Breithaupt

Ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk hat gestern das Offenburger Jugendrotkreuz erhalten. Die Renchener Firma Joro Türen GmbH hat einen nagelneuen Ford Transit gespendet. Dabei wäre die Organisation schon mit einem gebrauchten Fahrzeug glücklich gewesen.

»Es war eine Teamleistung. Es sind unsere Mitarbeiter, die ein gutes Geschäftsergebnis erwirtschaftet und der Geschäftsleitung diese Spende ermöglicht haben«, fasste Walter Sum, Prokurist der Renchener Firma Joro Türen GmbH, gestern einen schönen Termin zusammen. Ende Oktober startete die »Leser helfen«-Aktion der Mittelbadischen Presse, nur zwei Wochen später war das erste Ziel schon erreicht, der Mannschaftsbus für das Offenburger Jugendrotkreuz. »In der heutigen Zeit Jugendliche zu finden, die sich so engagieren, ist schwer«, erklärte Geschäftsführer Martin Rohwetter, weshalb die Firma das Fahrzeug komplett finanziert. Nach der Entscheidung ging alles ganz schnell.

»Ein, zwei Tage«

 Jürgen Wörner, Angestellter im Verkauf bei der Fordniederlassung Mezger in Appenweier-Urloffen, erinnerte sich gestern bei der Fahrzeugübergabe: »Als Herr Sum bei uns angerufen und gefragt hat, ob wir noch vor Weihnachten ein Auto verkaufen möchten, war in ein, zwei Tagen alles erledigt.« Eigentlich hätte der neunsitzige Ford Transit deutlich mehr als 30 000 Euro kosten müssen. Doch gebe Ford entsprechende Rabatte, wenn Fahrzeuge für Insititutionen wie das Rote Kreuz eingesetzt werden, erläuterte Jürgen Wörner. Offenburgs Oberbürgermeisterin Edith Schreiner nahm gestern in ihrer Funktion als Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Offenburg teil. »In der Öffentlichkeit denkt man immer, das Rote Kreuz hat viel Geld. Das mag für den hauptamtlichen Rettungsdienst gelten, nicht aber für die vielen Ortsvereine«, sagte sie. Diese leisten zum Beispiel bei Festen und Fußballspielen ehrenamtliche Sanitätsdienste. »Bei uns sind das rund 360 pro Jahr«, ergänzte Sascha Koffer, stellvertretender Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Offenburg.

Die Renchener Firma Joro Türen GmbH ist spezialisiert auf die Herstellung von hochwertigen Türen, die selbst größten Ansprüchen an Brand- und Lärmschutz, Einbruch- sowie Rauchschutz genügen müssen. Abnehmer der Türen sind nach Auskunft des Unternehmens im In- und Ausland unter anderem Eigner von Luxushotels, Wohnanlagen, Museen oder öffentlichen Gebäuden. So wurde das Bundesinnenministerium mit hochwertigsten Türen ausgestattet. Auch der Europa-Park in Rust sowie das renommierte Hotel Adlon in Berlin zählen zu den Kunden. »Selbst in Island sind unsere Türen zu finden«, sagte Sum. Unlängst seien nach seiner Auskunft zudem 1000 Türen für eine exklusive Wohnanlage in London an der Themse hergestellt worden, ein weiterer Großauftrag aus Hamburg für eine Luxuswohnanlage mit Denkmalschutz wird ausgeliefert.

Die Renchener Firma beschäftigt rund 30 Mitarbeiter. 1961 hat Franz Josef Rohwetter die Firma Joro Edelholztüren gegründet und den Grundstein für die Firmenentwicklung gelegt. 1998 hat Martin Rohwetter die Unternehmensleitung von seinem Vater übernommen und das heutige Unternehmen auf die Herstellung von Spezialtüren ausgerichtet und zu einem Markennamen im Spezialtürenmarkt gemacht.
 

Autor:
Thomas Reizel

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