Ziel übertroffen

"Leser helfen": Das passiert mit überschüssigem Geld

Autor: 
Thomas Reizel
Lesezeit 2 Minuten
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23. Dezember 2016

Die Geschäftsleitung der Offenburg-Zunsweierer Firma Servolift (von links): Jürgen Rieber (Geschäftsführer), Rolf Cornel (Technischer Geschäftsführer), und Gerhard Schwarz (Kaufmännischer Geschäftsführer). ©Servolift

Die »Leser helfen«-Aktion der Mittelbadischen Presse hat ihr eigentliches Ziel, drei Fahrzeuge zu finanzieren, erreicht. Doch alles, was über die anvisierten 130 000 Euro geht, ist trotzdem gut angelegt. »Leser helfen« erklärt, wofür es verwendet wird.
 

Groß war die Freude beim Offenburger Jugendrotkreuz, als es am Montag den von der Renchener Firma Joro Türen GmbH gespendeten Bus übernommen hat. »Wir sind dankbar dafür«, freute sich Sascha Koffer, stellvertretender Vorsitzender des DRK-Ortsvereins. Auch Alfons Armbruster, Geschäftsführer der DRK-Kreisverbände Offenburg und Kehl, freut sich: »Wenn mehr Geld zusammenkommt, dann werden wir ein großes Zelt, Wolldecken und Feldbetten anschaffen. Das fehlt dem Jugendrotkreuz noch, und auf die Sachen können bei Bedarf auch andere Jugendrotkreuze der Ortenau zurückgreifen.«

Besuchhunde-Gruppe geplant

Armbruster ist auch glücklich, dass der DRK-Kreisverband Kehl einen Bus bekommen wird, mit dem mindestens vier Rollstuhlfahrer gleichzeitig befördert werden können. Anita Reuter, die in Willstätt die erste von fünf Demenzgruppen initiiert hatte, weiß, wofür sie das zusätzliche Geld verwenden würde: »Wir bauen gerade eine Besuchshundegruppe auf«, sagte sie. Hund und Halterin müssen entsprechend geschult sein, um demenziell Erkrankte im Heim, zu Hause oder in einer Tagesgruppe besuchen zu können.

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Dritter im »Leser helfen«-Bunde ist Axel Richter, Vorsitzender des Offenburger Fördervereins Pflasterstube. Auch für ihn geht mit dem sogenannten Pflastermobil ein Wunsch in Erfüllung. In dem umbebauten Wohnmobil werden Obdachlose aufgesucht, um sie medizinisch und sozial betreuen zu können. »Wir haben keinen weiteren Wunsch mehr, wir sind sehr glücklich, dass wir das Fahrzeug bekommen.« Dennoch sei etwas Geld für die Rücklage willkommen. »Viele Obdachlose haben keine Krankenversicherung, die Medikamente müssen wir bezahlen«, erklärte Richter.  Er rechnet mit einem Mehrbedarf, sobald das Mobil im Ortenaukreis unterwegs ist.

3000 Euro von Firma Servolift

Servolift, Sondermaschinenbauer für Pharmazie, Chemie- und Lebensmittelindustrie in Offenburg-Zunsweier, hat »Leser helfen« 3000 Euro gespendet. Für die 155 Mitarbeiter wurde bei der Weihnachtsfeier eine Tombola mit Lieferantengeschenken bestückt. Jürgen Rieber (Geschäftsführer), Rolf Cornel (Technischer Geschäftsführer) und Gerhard Schwarz (Kaufmännischer Geschäftsführer) haben beschlossen, den Erlös erst zu verdoppeln und dann noch aufzurunden. »Es ist uns ein Anliegen, hilfsbedürftige Menschen in unserer Region zu unterstützen«, sagte Jürgen Rieber.

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