Ortenau

"Leser helfen-Projekte" sind abgeschlossen

Autor: 
Thomas Reizel
Lesezeit 3 Minuten
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29. Juli 2015
Oberarzt Martin Pohl, Leiter der Kinderdialyse an der Freiburger Uni-Kinderklinik, ist froh, dass die Behandlung seiner jungen Patienten mit dem neuen Ultraschallgerät deutlich erleichtert wird. Die Anschaffung des Geräts war durch das Engagement von »Leser helfen«, die Spendenaktion der Mittelbadischen Presse, erst möglich geworden.

Oberarzt Martin Pohl, Leiter der Kinderdialyse an der Freiburger Uni-Kinderklinik, ist froh, dass die Behandlung seiner jungen Patienten mit dem neuen Ultraschallgerät deutlich erleichtert wird. Die Anschaffung des Geräts war durch das Engagement von »Leser helfen«, die Spendenaktion der Mittelbadischen Presse, erst möglich geworden. ©Uni-Kinderklinik Freiburg

Die Freude nach der »Leser-helfen«-Aktion 2014/15 für nierenkranke Kinder und Jugendliche ist groß. Jetzt ist das lang ersehnte Ultraschallgerät da, und auch die Elternwohnung ist neu ausgestattet.

»Wir können es kaum fassen, das vergangene Jahr war wegen ›Leser helfen‹ ein ganz besonderes für uns«,  freute sich Elke Grösser-Litterst aus Neuried-Altenheim, Vorsitzende des Fördervereins »Hilfe für nierenkranke Kinder und Jugendliche«, als das sehnlichst erwartete Ultraschall-Gerät für die nephrologische Ambulanz der Uni-Kinderklinik in Freiburg eingetroffen war. »Für unsere Abteilung ist das ein Quantensprung. So ein Gerät haben wir im ganzen Haus nicht«, ergänzte Oberarzt Martin Pohl stolz.

Mobil und stationär 

Ursprünglich hatte der Förderverein die Kosten für ein mobiles Ultraschallgerät mit 80 000 Euro beziffert. Doch weil mehr Spenden als erhofft, 241 300 Euro, eingegangen waren, hat die Klinik eine Systemeinheit mit zwei Geräten – einem stationären und einem mobilen – erhalten. Weiter wurde der Förderverein in die Lage versetzt, eine Freizeit für die Kinder- und Jugendlichen anzubieten und die Elternwohnung in Uni-Kliniknähe zu modernisieren.

Das mobile Ultraschall-Gerät ist ungefähr so groß wie ein Laptop. »Das ist eine super Zeitersparnis«, erläuterte  Pohl bei der Übergabe. Denn dieses Gerät lasse sich über die Schulter hängen, und schon seien die Ärzte über die vielen Treppen in wenigen Minuten bei den kranken Kindern.

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Mit dem 15 Jahre alten Gerät, das zwar über Rollen verfügt, wäre das Personal 15 bis 20 Minuten unterwegs, verglich Pohl. »Wir hätten vier Aufzüge benutzen müssen«, meinte er und ergänzte: »Jetzt können wir schon bei einer Biopsie, also einer Gewebeentnahme, schnell sehen, wo die Nadel sitzt.«

Doch auch das stationäre, 15 Jahre alte Gerät mit einem Mini-Monitor, ist Geschichte. Dank der Spenden von »Leser helfen« wird es jetzt durch eines auf dem Stand der neuesten Technik ersetzt. »Bildauflösung und Programme sind deutlich besser«, bewertete Pohl. Elke Grösser-Litterst ist erleichtert: »Jetzt kommt der Ultraschall zu den Kindern in der Ambulanz, die sich teilweise nicht rühren können.«

Neben dem medizinischen Aspekt hat »Leser helfen« noch viel mehr bewegt, weil die Elternwohnung in unmittelbarer Nähe zur Freiburger Uni-Kinderklinik jetzt mehr Menschen Platz bietet. Es ist eine Drei-Zimmer-Wohnung, von der ein Raum als Behelfsbüro mit zusammengesammelten Möbelstücken eingerichtet war. Das Zimmer ist neu eingerichtet und »nicht mehr so düster«, freute sie Annette Schumacher, Schatzmeisterin des Fördervereins »Hilfe für nierenkranke Kinder und Jugendliche«.

Jetzt gibt es eine Schlafcouch mit Bettkasten, einen großen Tisch mit Stühlen, Bilder an der Wand, Pflanzen und eine Waschmaschine mit Trockner. »Eltern, die wegen eines kranken Kindes mit Geschwisterchen kamen und mehrere Wochen blieben, mussten vorher in einen Waschsalon gehen«, erinnerte sich Grösser-Litterst. Das gehört nun alles der Vergangenheit an.

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