Spendenaktion beginnt

"Leser helfen" unterstützt Förderverein für krebskranke Kinder

Autor: 
Victoria Hof
Lesezeit 3 Minuten
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02. November 2019

Während Lukas‘ Krebstherapie hat seine Mutter mit den drei Geschwistern monatelang im Elternhaus gewohnt. Heute geht es dem Jungen wieder gut. Die diesjährige „Leser helfen“-Aktion der Mittelbadischen Presse läuft zugunsten des Fördervereins für krebskranke Kinder. Für den Bau eines neuen Elternhauses ist der Verein dringend auf Spenden angewiesen. ©Förderverein

Mit ihrer 23. Benefiz-
aktion „Leser helfen“ unterstützt die Mittelbadische Presse den Förderverein für krebskranke Kinder in Freiburg. Neben der neuen Kinderklinik wird es dort auch ein neues Elternhaus geben. In den vergangenen Jahren hat „Leser helfen“ die Viertelmillion-Marke geknackt. Spenden Sie auch diesmal, jeder Euro zählt! 

Die Diagnose trifft Familien immer unvorbereitet. Doch so tief der Schock sitzt – Eltern krebskranker Kinder müssen sich von heute auf morgen auch mit einem völlig veränderten Alltag auseinandersetzen und weiter funktionieren. Zahlreiche Fragen sind zu klären: Wer bleibt beim kranken Kind? Wer versorgt die Geschwisterkinder? Ist das Familieneinkommen weiter gesichert? Wer erledigt all die Behördengänge? 

Beim Freiburger Förderverein für krebskranke Kinder kennt man die Probleme der betroffenen Familien. Viele Vereinsvorsitzende und -mitglieder haben selbst ein krebskrankes Kind begleitet. »Allein die Diagnose zu verkraften, ist unglaublich schwer«, sagt Bernd Rendler, einer von acht Vereinsvorsitzenden. »Sich aber  in einem komplett veränderten Alltag zurecht zu finden, ist ebenso eine große Herausforderung«. Meist wird das Familienleben über Monate hinweg von der Krebstherapie diktiert. Die ständige Sorge um das erkrankte Kind, wochenlange Trennungen der Familienmitglieder und die ständige Ungewissheit zehren an den Eltern. Zudem führen Verdienstausfälle bei vielen Familien schnell zu Geldnöten. 

Herzstück des Vereins

Der Freiburger Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, krebskranken Kindern und deren Familien zu helfen. „Es ist ein Zusammenspiel vieler Komponenten, die die Heilungschancen eines jeden einzelnen Kindes ausmachen“, so Rendler. Die Forschung müsse vorangetrieben werden, die ppersonelle Situation auf der Kinderkrebsstation sei zu verbessern, vor allem aber müssten Familien, die um das Leben ihres Kindes bangen, aufgefangen werden. Das Elternhaus als Herzstück des Vereins biete deshalb seit 1995 eine Übernachtungsmöglichkeit für Eltern schwerkranker Kinder in unmittelbarer Nähe zur Kinderklinik. 

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„Ein Stück Stabilität“

Doch das Elternhaus ist mehr als ein Hotel. Familien werden dort von einem ganzen Konzept aufgefangen. Dazu gehören ein Geschwisterkindergarten und die psycho-soziale Beratung bei Fragen und in Krisensituationen. Außerdem haben Eltern die Möglichkeit, sich am Frühstückbuffet oder bei Hausabenden mit anderen Betroffenen auszutauschen. „Das Elternhaus ist so viel mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Es ist Zufluchtsort, sicherer Hafen, ein Stück Familie und Stabilität, wenn alles andere so ungewiss ist“, bringt es eine betroffene Mutter auf den Punkt. Doch warum muss so dringend ein neues Elternhaus gebaut werden? Schon 2013 wurde der Beschluss gefasst, dass eine neue Kinderklinik an einem anderen Standort auf dem Gelände der Universitätskliniken gebaut wird.

Der Standort an der Breisacher Straße, an dem die Bauarbeiten bereits begonnen haben, liegt rund 1,5 Kilometer vom heutigen Elternhaus entfernt. Zu weit für Eltern schwerkranker Kinder. Denn eine Umfrage unter vergleichbaren Elternhäusern in Deutschland hat gezeigt, dass die Frequenz, in der Elternhäuser tagsüber genutzt werden, stark von der Entfernung zur Kinderklinik abhängig ist. Bei einer sehr kurzen Distanz zur Klinik pendeln Eltern täglich bis zu zwölf Mal zwischen Elternhaus und Krankenbett hin und her. Nur wenn die räumliche Nähe gesichert ist, werden die Häuser so genutzt, wie sie gedacht sind: als vorübergehendes Zuhause, in dem Mahlzeiten zubereitet und Spielsachen geholt werden. Aber auch als Rückzugsort, an dem man sich paar Minuten Ruhe gönnt, Luft holt und neue Kraft schöpft.

Sorge gilt der Familie

„Die neue Kinderklinik ist ohne ein neues Elternhaus nicht denkbar“, sagt auch Charlotte Niemeyer, ärztliche Direktorin der Kinderklinik. „Unsere Sorge darf nicht nur den erkrankten Kindern gelten, sondern auch deren Familie. Nur wenn wir auf die Eltern achten, können sie die belastende Therapie mittragen und haben eine Chance, all das möglichst unbeschadet zu überstehen“.

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