»Leser helfen«

Luca Kühne steht eine schwere Operation bevor

Autor: 
Katharina Reich
Lesezeit 3 Minuten
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14. November 2014

Luca Kühne (1) aus Kehl-Bodersweier ist so ein fröhlicher Junge, der gerne mit seiner Mutter Melanie spielt. Er ahnt noch nicht, was ihm bevorsteht. ©Ulrich Marx

Die »Leser-helfen«-Aktion der Mittelbadischen Presse bittet um Spenden für ein mobiles Ultraschallgerät für die Uni-Kinderklinik in Freiburg. Dort werden nierenkranke Kinder und Jugendliche wie Luca Kühne aus Kehl-Bodersweier behandelt. Er leidet seit Geburt an einer Niereninsuffizienz.

Kehl-Bodersweier. Der kleine Luca ist erst ein Jahr alt. In seinem jungen Leben hat er schon viel durchmachen müssen. Bereits im vierten Monat der Schwangerschaft war auf dem Ultraschallbild zu erkennen, dass mit Lucas Blase etwas nicht stimmte: Sie war viel zu groß. Sogenannte Harnröhrenklappen verengten seine Harnröhre, mit der Folge, dass der Urin des Fötus’ von der Blase immer wieder in die Nieren zurückfloss.

Die Nieren konnten sich deshalb nicht richtig entwickeln. »Es war erst ungewiss, ob Luca überhaupt funktionstüchtige Nieren entwickeln würde«, berichtet seine Mutter Melanie über die schwere Zeit. Auch ob das Baby überhaupt einmal lebensfähig auf die Welt kommen könne, war lange Zeit unklar. Zu all den Komplikationen um die Harnröhre und die damit verbundene Ungewissheit erkrankte Melanie Kühne auch noch an einer Schwangerschaftsdiabetes und später am HELLP-Syndrom, einer Schwangerschaftsvergiftung, wegen der Luca zu Beginn der 35. Schwangerschaftswoche in einem Notkaiserschnitt auf die Welt geholt wurde.

Zurzeit geht es Luca gut. Der kleine Bub ist fröhlich, als er und seine Mutter den Besuch der Mittelbadischen Presse empfangen. Aber wie lange Luca so unbeschwert aufwachsen kann, ist ungewiss. Nur eine seiner Nieren, die rechte, arbeitet, die linke ist verkümmert. »Wir wissen nicht, wie lange Lucas Niere funktionieren wird, ob bis zum Jugendalter oder darüber hinaus. Sein Leben lang wahrscheinlich nicht«, erklärt Melanie Kühne.

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Um die arbeitende Niere zu entlasten, wurde Luca bereits am dritten Lebenstag operiert, um einen künstlichen Blasenausgang zu legen. Später wurden auch die Harnröhrenklappen entfernt. Wenn Luca zwei Jahre alt ist, dann soll der künstliche Blasenausgang geschlossen und die verkümmerte Niere herausoperiert werden – eine Operation, vor der Melanie Kühne und ihr Freund Björn Rathke Respekt haben.

Überhaupt sind Ungewissheit und Angst Gefühle, die Lucas Eltern begleiten, wenn sie an die Zukunft ihres Sohnes denken. »Was passiert, wenn Lucas Niere einmal nicht mehr arbeiten wird? Kann er dann eine meiner Nieren haben oder eine seines Vaters?«, fragt sich Melanie Kühne.

Trotz prophylaktischer Einnahme von Antibiotika ist Luca bereits zwei Mal an einem Harnwegsinfekt erkrankt. Für den Jungen und seine Mutter bedeutet das jedes Mal einen stationären Aufenthalt in der Uni-Kinderklinik in Freiburg. Aus dieser Erfahrung weiß Melanie Kühne auch um die Notwendigkeit eines mobilen Ultraschallgeräts. »Wenn er stationär in der Klinik ist, dann hängt er am Tropf. Zum Ultraschall müssen wir dann immer in ein anderes Gebäude«, erzählt sie. Ein mobiles Gerät wäre daher eine deutliche Erleichterung.

Info

Kontakt "Leser helfen"

Wer mehr über die Aktion erfahren möchte, erhält weitere Informationen beim »Leser-helfen«-Vorsitzenden Thomas Reizel, Telefon  07 81 / 504-4311.

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