Ortenau

Millionen-Betrag für die Ortenau-S-Bahn

Autor: 
Thomas Reizel
Lesezeit 3 Minuten
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11. November 2014

Zwei weitere »Regio Shuttle 1« werden ab Mitte 2015 auch im Ortenaukreis eingesetzt werden. 27 dieser Fahrzeuge sind bereits im Einsatz. Sie werden farblich nach und nach so gestaltet wie die S-Bahn auf dem Foto. ©SWEG

Die Verbesserungen des S-Bahn-Verkehrs in der Ortenau sind mit Millionenkosten verbunden. Die Fahrpreise werden deshalb aber nicht erhöht, dafür kommt das Land auf. Unabhängig von den Mehrkosten gibt es eine Änderung: Die rund 40 Mitarbeiter der Ortenau-S-Bahn GmbH wechseln zur SWEG AG.

Die Süddeutsche Verkehrs AG (SWEG) mit Sitz in Lahr hat einer Pressemitteilung des Landratsamts zufolge für die kommenden sieben Jahre den Zuschlag für den Betrieb der Ortenau-S-Bahn erhalten. Damit gehen zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember eine Reihe Verbesserungen einher, allen voran der neue Bahnhalt Vogtsbauernhof in Gutach. Zudem gibt es Spätverbindungen von Straßburg, nahezu Stundentakt zwischen Biberach und Oberharmersbach sowie im Achertal, eine zusätzliche Verbindung für Schüler aus dem Renchtal, mehr Verkehr zwischen Offenburg und Kehl. Zudem werden alle Fahrzeuge mit W-LAN ausgestattet, bekommen neue Sitze sowie mehr Kapazitäten für Fahrräder auf der Kinzigtalbahn. Außerdem werden zwei behindertengerechte Fahrzeuge »Regional-Shuttle 1« angeschafft.

Nur einen Wunsch einiger Nutzer könne die SWEG (noch) nicht erfüllen, Toiletten in den Zügen. »Diese nachzurüsten, steht in keinem Verhältnis«, sagte Müller. Er hält es aber für möglich, dass in sieben Jahren neue Züge entsprechend ausgestattet werden, sofern sie in der Ausschreibung des Landes vorgesehen sind.

Millionen-Investition

Diese Verbesserungen kosten natürlich Geld. »Die SWEG  investiert rund fünf Millionen Euro«, erklärte Vorstandsvorsitzender Johannes Müller auf Anfrage der Mittelbadischen Presse. Diese Investition schlage sich aber nicht in den Fahrpreisen nieder, weil sie im Laufe der kommenden sieben Jahre vom Land zurückerstattet werde. Relvant für Preiserhöhungen seien hauptsächlich gestiegene Personal- und Energiekosten.

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Im Ortenaukreis werden dann rund zwei Millionen Bahnkilometer gefahren. Das lässt sich das Land Baden-Württemberg nach Müllers Auskunft rund 20 Millionen Euro pro Jahr kosten. »Davon können aber bis zu 50 Prozent an die Bahn für die Nutzung der Infrastruktur abgehen«, erklärte Müller. Das sind vor allem Gleise und Bahnhöfe.

Der Zuschlag hat auch Konsequenzen für die rund 40 Mitarbeiter der Ortenau-S-Bahn GmbH, einer hundertprozentigen Tochter der SWEG. Die hatte bisher den S-Bahn-Verkehr abgewickelt. »Dazu hatte die SWEG die Fahrzeuge an die Ortenau-S-Bahn-GmbH vermietet«, sagte Müller. Doch nach Auslegung des EU-Rechts müsse der Anbieter des Verkehrs auf der Eigentümer der Fahrzeuge sein. Deshalb hat die SWEG und nicht die Ortenau-S-Bahn GmbH den Zuschlag erhalten. Für Johannes Müller sei dieser aus formalen Gründen noch nicht endgültig, auch wenn das Land den Zuschlag bereits verkündet hatte. Es gebe noch eine Einspruchsfrist, die noch nicht abgelaufen sei.

»Es ändert sich nichts«

Für die betroffenen Mitarbeiter der Ortenau-S-Bahn werde sich nichts ändern. Der Tarifvertrag bleibt erhalten, auch die Arbeitsplätze in Offenburg sowie alle anderen Einrichtungen wie Wartung in Ottenhöfen und Offenburg.
Uwe Duchilion, Verkehrsplaner bei der Ortenau-S-Bahn GmbH, bestätigte gestern, »dass mit dem Betriebsübergang alles im grünen Bereich ist«. Es können sich in Einzelfällen sogar Verbesserungen für die Mitarbeiter ergeben, sagte Duchilion.

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