Ehrung des Ortenauer Narrenbunds

Moderator Gerd Motzkus bekommt Maulschellen-Orden

Autor: 
Regina Heilig
Lesezeit 3 Minuten
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19. November 2018

erd Motzkus (Vierter von rechts) erhält den Mauschellen-Orden der Quintusbruderschaft aus den Händen von Bruder Quintus alias Manfred Wieland (Zweiter von links). Mit ihm freuen sich Silvia Boschert (rechts), die Präsidentin des Ortenauer Narrenbundes, und ihr stellvertretender Präsident, Karl Hansert (Dritter von rechts). ©Ulrich Marx

Im Rahmen der zehnten »Conciliums« der Quintusbruderschaft des Ortenauer Narrenbundes wurde dem Vater der beliebten Narrentreffen-Fernsehübertragungen im Südwestrundfunk Gerd Motzkus der »Maulschellen-Orden« verliehen.

Schon in seiner Begrüßung ließ Vizepräsident Karl Hansert keinen Zweifel daran, dass das im Zell-Weierbacher Heimatsaal zusammen gekommene Concilium edlen Tropfen nie abgeneigt ist: »Wasser, das lassen wir sein – wir trinken den edlen Wein …« dichtete er, und gab auch gleich einen versteckten Hinweis auf den Empfänger einer weiteren närrischen Ehrung neben dem Maulschellen-Orden: »Wir werden hier nit ‚vertröckle‘, wie man in Willstätt sagt …«

»Bruder Quintus« alias Manfred Wieland, der mit Rolf-Dieter Karl, Waldemar Friedmann und Reinhard Schmidt den »Hohen Rat« der Quintusbruderschaft bildet, ermunterte, sich stolz zur Narretei zu bekennen: »Ein Narr zu sein ist nicht so schlecht, wie man bei seinem Namen dächt‘!«

Treue Narren

Die Präsidentin des Ortenauer Narrenbundes ONB Silvia Boschert begrüßte Gäste aus allen Ecken und Enden, darunter auch Siegbert Maier von der Familienbrauerei Bauhöfer und die fleißigen Helfer aus den Reihen der »Langhurster Mohren« und der »Bühler Dachse«. Der Geschäftsführer der Weinmanufaktur Gengenbach, Christian Gehring, bedankte sich in Reimen bei den »närrischen Weisen und weisen Narren« für die Treue zum Unternehmen. 

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Begleitet von den Klängen des Fanfarenzuges der Narrenzunft Backstein- und Matrazenburg aus Gengenbach unter der Leitung von Jürgen Schneider wurden dann fünf verdiente Ortenauer Närrinnen und Narren zu Quintusbrüdern und -schwestern ernannt. Da waren zunächst Timo Schlenz von den Willstätter Hexen, »meisterlicher Cheforganisator der Ortenauer Narrentage 2018«, Claudia Thau, nicht nur 20 Jahre Zunftmeisterin der Langhurster Mohren, sondern auch »Mutter des ONB-Volksliedersingens« sowie Bernhard Harter, der die Muhrbergdachse mitgründete und bis heute für die Zunft vielfach aktiv tätig ist. Als Paar geehrt wurden Inge und Waldemar Sauer, beide seit 1976 Mitglieder in der Narrenzunft Appenweier und als »Zeitungsfrau des Narrenspiegels« beziehungsweise »Lenker des Traktors und der Geschicke« bei den »Sandwangschd« aktiv.

Erst dritter Schwabe

Sodann näherte sich das Concilium dem Höhepunkt: »Als dritter Schwabe« wurde SWR3-Mann Gerd Motzkus der »Maulschellen-Orden« verliehen, mit den Hinweis versehen, dass er auch weiterhin »immer das Maul aufreißen« möge »wie dieser Narr hier«. 

Der Neu-Ordensträger erinnerte sich daran, wie im Jahr 2010 eine Abordnung des ONB bei ihm in Stuttgart vorstellig wurde und ihn überzeugte, nicht nur die Narrentreffen der VSAN, sondern auch die des jüngeren ONB zu übertragen – »viel fröhlicher und bunter« als die der Konkurrenz, wie er findet. 

Ausdrücklich nicht als neu gewählter Offenburger Oberbürgermeister, sondern für die vorbildliche Begleitung der 2018er Narrentage als Willstätter Schultes wurde sodann Marco Steffens »Winzerkittel und Ehrenkappe« das Ortenauer Narrenbundes verliehen. 

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