Ortenau

Mondfinsternis zur besten Zeit

Autor: 
Franz Schmalz
Lesezeit 4 Minuten
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03. Mai 2004
fp\i0fs16(c) Onlineredaktion Offenburger Tageblatt
Der Eintritt des Mondes in den Kernschatten der Erde findet etwa 15 Minuten nach Mondaufgang um 20.48 Uhr unserer Zeitrechnung statt. Genau eine Stunde und vier Minuten vergehen bis der Mond völlig in den Erdschatten eingetaucht ist. Um 21.52 Uhr verschwindet das letzte direkt von der Sonne abgestrahlte Licht auf dem Mond. Nun leuchtet der Mond im schwachen kupferroten Licht, das die Erdatmosphäre durch Lichtbrechung noch auf den Erdtrabanten lenkt. Kein großer Aufwand Um 23.08 Uhr wird der Rand des Kernschattens wieder erreicht und der Mond wandert nun bis 0.12 Uhr aus dem Erdschatten heraus. Für eine Mondfinsternis bedarf es keines großen Beobachtungsaufwandes. Schon mit dem bloßen Auge ist ein solches Ereignis ein schönes Himmelsschauspiel. Ein guter Feldstecher, wenn möglich auf einem Stativ, bringt noch eine noch bessere Sicht. Ab dem 7. Mai wird der Komet »C/2001 Q4 Neat« im Westen auftauchen und in den folgenden Tagen in nordöstliche Richtung ziehen. Vom 12. bis zum 15. Mai wandert der Komet durch das Sternbild Krebs weiter nach Norden und nimmt Kurs auf den großen Wagen. Bei seinem Auftauchen bei uns in der nördlichen Hemisphäre wird mit einer Helligkeit der zweiten Größenklasse gerechnet, das heißt, dass wir »Neat« mit bloßem Auge sehen können. Die Helligkeit nimmt im Laufe des Monats langsam ab. Da er aber aus dem Dämmerungsbereich herauswandert, dürfte er noch den ganzen Mai über mit dem bloßen Auge sichtbar bleiben. Nach der grandiosen Vorstellung von Hale-Bopp vor sieben Jahren erwartet uns also voraussichtlich wieder einmal ein neues Himmelsspektakel. Für etwas geübtere Beobachter findet um die Mittagszeit des 21. Mai eine Bedeckung des Planeten Venus durch den Mond statt. Dazu sollte man zumindest einen guten Feldstecher oder noch besser ein Teleskop zur Verfügung haben. In der Tageshelligkeit wird es nicht ganz einfach sein die erst zwei Tage alte Mondsichel südöstlich der Sonne zu entdecken. Es ist also Vorsicht geboten um nicht bei der Suche vom Sonnenlicht geblendet zu werden. Deshalb sollten sich nur versiertere Sterngucker an die Beobachtung wagen. Die Bedeckung beginnt kurz nach 13 Uhr und endet mit dem Wiederauftauchen der Venus am Westrand des Mondes etwa eine Stunde später. Sowohl Mond wie auch Venus zeigen sich als schmale Sichel. Das absolute Top-Ereignis ist der Venus-Transit am 8. Juni. Nach einer Pause von 122 Jahren lässt sich wieder einmal der Vorübergang unseres Nachbarplaneten vor der Sonnenscheibe beobachten. Wer noch eine Sonnenfinsternisbrille aus dem Jahre 1999 besitzt, kann diese verwenden, um das schwarze Venusscheibchen vor der Sonne sehen zu können. Die Brille sollte aber auf jeden Fall vorher auf eventuelle Schäden untersucht werden! Beim Blick auf die Sonne ist allergrößte Vorsicht anzuwenden, und es darf nie ungeschützt in die Sonne geschaut werden! Noch besser lässt sich dieses Ereignis mit Feldstecher und Fernrohr beobachten. Aber auch da sind Schutzfolien vor den Objektiven unbedingte Voraussetzung, um keinen Schaden zu nehmen. Venus-Transit im Juni Die Venus erscheint an diesem 8. Juni um 7.19 Uhr als kleine Delle am Sonnenrand. 20 Minuten dauert es bis das kleine Venusscheibchen vollständig am Sonnenrand zu sehen ist. Fast sechs Stunden dauert der Transit, der um 13.04 Uhr mit der Berührung des westlichen Sonnenrandes und um 13.23 mit dem endgültigen Verlassen der Sonnenscheibe endet. Sollte an diesem Tag das Wetter die Beobachtung dieses seltenen Vorgangs verhindern, besteht in acht Jahren am 5. Juni 2012 nochmal eine weitere Gelegenheit. In Europa allerdings ist der Transit in acht Jahren nur eingeschränkt zu sehen, der Beginn um 0.12 Uhr liegt bei uns mitten in der Nacht, bei Sonnenaufgang kann dann noch die letzte Phase bis zum Austritt gesehen werden. Erst im Jahre 2125 ist ein weiterer Venusdurchgang in Europa zu sehen. Weitere Informationen über Beobachtungsmöglichkeiten können auf der Homepage des Astronomischen Verein Ortenau unter www.av-ortenau abgerufen werden. Hier gibt es auch Auskünfte über gemeinsam geplante Beobachtungen. Auch wollen verschiedene Observatorien Bilder der Mondfinsternis ins Internet stellen. www. xs4all.nl/%7Ecarlkop/e-clipsmaan/leclips2004.html; www.vds-astro.de/astroaktuell/index.html. fs23Mondfinsternis zur besten Zeit fs11Ab 20.48 Uhr kann das Ereignis heute beobachtet werden / Bald ist auch ein Komet zu sehen

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