Fortbildungsmesse

Nacht der Weiterbildung startet am 19. November online

Autor: 
Bettina Kühne
Lesezeit 4 Minuten
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17. November 2020

Die Nacht der Weiterbildung findet in diesem Jahr online statt: Ab dem 19. November kann man sich bei der Kompenex – so der neue Name – online umsehen. Das Projekt gilt landesweit, am 24. November sind Live-Chats möglich. ©Veranstalter

Das Projekt des Regionalbüros für berufliche Weiterbildung und seiner Netzwerkpartner findet virtuell statt. Ab dem 19. November kann man sich umsehen, am 24. gibt es Live-Beratung.

Wasserspiele, Messehalle und ein Zeppelin als Werbeträger: So sieht in diesem Jahr das Angebot aus, das man in der Ortenau als „Nacht der Weiterbildung“ kennt. Bislang war das Format an einen Standort gebunden; zuletzt war dieser in der über zehnjährigen Geschichte der Veranstaltung  im Salmen in Offenburg. Nun findet die Messe online unter dem Namen „Kompenex“ statt.

Die erste digitale Weiterbildungsmesse im Land Baden-Württemberg wurde bei einer Video-Konferenz vorgestellt. Von einer einmaligen Situation sprach Ulrich Bausch, Vertreter der 31 Netzwerke für berufliche Fortbildung im Land, die vom Wirtschaftministerium gefördert werden. „Damit wollen wir die Transparenz im Weiterbildungsmarkt sicherstellen: Die Kunden sollen sich ein Bild machen, vergleichen und entscheiden wohin gehen“, sagte er. Rund 40 000 Kurse gebe es unter dem Portal www.fortbildung-bw.de Da stellt sich laut Bausch die Frage: „Gibt es in der Region den richtigen Kurs für mich?“ „Kompenex“ stellt nun eine Plattform dar, damit Bildungsangebote und Teilnehmende zusammenkommen.

„Wir brauchen neue Formate, die Pandemie wird uns begleiten“, sagte Bausch. Digitales Lernen, virtuelle Kommunikation und mediales Miteinander würden aber auch über die Pandemie hinaus von Bedeutung sein, so seine Einschätzung. Das liege an der  Flexibilisierung sowie Entsynchronisierung der Arbeit. „Die Leute haben Zeit, aber nicht gleichzeitig“, das mache es Kursen, Angeboten und Vereinen immer schwerer, genügend Aktive zu finden. Dagegen können man an Online-Angeboten direkt vom Arbeitsplatz aus teilnehmen, so Bausch: „Immer mehr Arbeitgeber ermöglichen es, dass an Kursen während der Arbeitszeit partizipiert wird.“

 
Rasanter Anstieg

„Der Bedarf an digitalen Weiterbildungsangeboten steigt sprunghaft“, sagte Ministerialdirigent Thomas Hoffmann vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg. Zwar sei Baden-Württemberg ein Land mit hoher Weiterbildungsbeteiligung, „die Zahlen sind trotzdem ausbaufähig“. Er sieht noch Potenzial bei un- und angelernten Arbeitern, Menschen mit Brüchen in den Erwerbsbiografien sowie bei Mitarbeitern kleinerer mittlere Unternehmen: Diese sind bei der Fort- und Weiterbildung nach wie vor unterrepräsentiert.“

Die „Kompenex“ soll nun niedrigschwellig im virtuellen Raum Infoangebote bieten – mit dem Fokus Weiterbildung. Altersmäßig sei die Zielgruppe trotzdem weit gefasst, so Ministerialrat Hoffmann: „Sie wendet sich an 19- bis 64-Jährige.“. Schon für die ganz jungen Teilnehmer hieße die Fage „Wie qualifiziere ich mich wieder“, für die Älteren könnten andere  Maßnahmen nötig sein. Obwohl im virtuellen Raum, solle die Messe „so live wie möglich und so regional wie möglich“ sein, so Hoffmann. 

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Die neue Online-Messe habe eine landesweite Wirkung, trotzdem kann jeder bei sich vor Ort sein. Niederschwellig sei die „Kompenex“ auch dadurch, dass keine Registrierung erforderlich sei. „An der ersten Ausgabe beteiligen sich 308 Aussteller, fünf Handwerkskammern und fünf IHK-Bezirke, die Volkshochschulen und sechs Hochschulen: ein rundes Potpourri“. so der Ministerialdirigent.
Eine gute Orientierung biete für die virtuellen Besucher der Katalog mit Filterfunktion: Dort gibt es bereits ab dem 19. November Vorabinfos. Bis zum 24. November können sich die virtuellen Besucher dann alleine auf der Messe umsehen. Am 24. November selbst gibt es ein großes Live-Special, bei dem von 15 bis 20 Uhr die Aussteller live sein werden.

Infomaterial

Daniele König vom Regierungspräsidium Stuttgart stellte die virtuelle Weiterbildungsmesse in der Online-Konferenz vor: In der Eingangshalle blinkt es an verschiedenen Tresen und an der Kino-Wand: Dort werden 17 Videos zu Themenfeldern wie Förderung gezeigt – aber nur alle 30 Minuten, um den Live-Charakter zu betonen. Messehalle, Katalog, Presse- und Infotheke sind mit den Leitern der 13 Regionalbüros besetzt, die ihre Weiterbildungsmessen bisher mit Partnern vor Ort realisiert haben – wie auch in Offenburg.

Doch in diesem Jahr werden sich die Besucher in den vier riesigen Messehallen mit unterschiedlichen Schwerpunkten umsehen. „Selbstverständlich gibt es an den virtuellen Ständen Pins mit Logos,  über die auch Materialien zum Download bereitstehen“, sagt König.

Ein Höhepunkt verspricht das Café zu werden: Hier sollen Begegnungen unter den Besuchern möglich werden – und zwar datenschutzkonform. Ein anderer Raum mit Bild und Mikro ist für die Aussteller reserviert, um persönlich beraten zu können. „Wir nutzen Okomo, ein Videochatprogramm, mit dem man auch Termine vereinbaren kann“, sagt König.

www.kompenex-messe.de

Info

Regionalität ist ein wichtiger Punkt

„Regionalität ist auch bei der Onlinemesse ein wichtiger Punkt“, sagt Bianca Böhnlein, Leiterin des Regionalbüros Offenburg-Freudenstadt/Horb. Sie hat die „Nacht der Weiterbildung“ in Offenburg aus der taufe gehoben, nun hat sie die „Kompenex“ mitentwickelt. Sie verspricht: Dass die Weiterbildungsnacht sehr regional ist, wurde berücksichtigt: „Regionalität bleibt ein wichtiger Punkt.“  
Damit die Weiterbldungsmesse einerseits landesweit funktioniert und andererseits trotzdem regional auftritt, legt sie den virtuellen Besuchern die Filterfunktion nahe: „Einfach im Messekatalog klicken und nach Kategorien oder Region filtern“, sagt sie. Man könne sich gezielt die Angebote der Region Offenburg anzeigen lassen. DAA, Handwerkskammer, Gewerbeakademie, Dekra, Klinikum und weitere Aussteller bieten zudem die Möglichkeit, nach reinen Onlineangebote zu filtern. 

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