Unterricht im Freien

Nationalpark: Lehrer lernen auf die Natur zu achten

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red/klk
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17. Juni 2019

Schüler beim Unterricht im Wald. © Winfried Rothermel

Draußen und ein bisschen wilder: Im Nationalpark üben Lehrkräfte Unterricht mal anders. Die Staatssekretäre Baumann und Schebesta loben Kooperationen für Aus- und Weiterbildung.

Es gibt keine Tische und Stühle, eine Tafel schon gar nicht – beim Schulunterricht mitten im Nationalpark ist praktisch alles ganz anders. »Eine Spur wilder auf jeden Fall, aber gerade deshalb sehr eindrücklich und spannend«, lobt Umweltstaatssekretär Andre Baumann das Projekt. Gemeinsam mit Volker Schebesta MdL, Staatssekretär im Kultusministerium, hat er sich einen persönlichen Eindruck von der Wildnisbildung im Nationalpark Schwarzwald gemacht. Vor Ort in der Natur kann der Lernstoff mit allen Sinnen wahrgenommen und erlebt werden – und wirkt so oft noch lange nach. »Der Nationalpark ist ein sehr guter Ort, um Lehrkräften Möglichkeiten aufzuzeigen, wie die Leitper­spektive Bildung für nachhaltige Entwicklung im Unterricht draußen in der Natur umgesetzt werden kann«, sagt Volker Schebesta.  

Wertschätzung der Natur

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An diesem Freitag endete die Praxiswoche der Lehramtsanwärterinnen und -anwärter vom Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Grundschullehrkräfte Freudenstadt im Nationalpark. »Diese Kooperation gibt es jetzt schon im fünften Jahr, ein Mal pro Jahr bieten wir diese Praxiswoche an«, erklärte Sebastian Schwab, Leiter der Wildnisbildung im Nationalpark. »Die Wertschätzung der Natur und die Bedeutsamkeit eines achtsamen Umgangs mit ihr ist wohl eine der wichtigsten Botschaften, die wir in unserer Ausbildung zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer mit geben können«, betont Susanne Wolf, Fachleiterin beim Seminar Freudenstadt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können tief eintauchen in die wilde Natur des Schutzgebiets – und jede Menge Ideen und Konzepte für Unterricht im Freien mit an ihre Grundschulen nehmen. »Vieles davon funktioniert genauso auch im Stadtwald Freudenstadt«, sagt Schwab. 

»So können die Schülerinnen und Schüler Themen wie biologische Vielfalt natürlich ganz anders erleben und verstehen als aus dem Lehrbuch – eine wichtige Voraussetzung für eine Auseinandersetzung mit dem Wert der Natur«, hebt Staatssekretär Baumann hervor. Ein besonderer Fokus der Praxiswoche im Nationalpark liegt auf der praktischen Umsetzung der Leitperspektiven Bildung für Nachhaltigen Entwicklung sowie Prävention und Gesundheitsförderung.

Das ist aber nur eines von vielen Angeboten in der Aus- und Weiterbildung, die der Nationalpark mittlerweile macht. »Mehr als 200 Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher nehmen pro Jahr an unseren Veranstaltungen teil«, informiert Schwab. 

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