Innenminister Strobl zu Gast

Neujahrsempfang von Reiff Medien: Digitalisierung im Fokus

Autor: 
Bettina Kühne
Lesezeit 2 Minuten
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26. Januar 2018

Strahlte trotz Erkältung Optimismus aus: Gastredner und CDU-Innenminister Thomas Strobl beim Neujahrsempfang der Mittelbadischen Presse. ©Iris Rothe

Optimismus, Mut und Zuversicht wünschte sich CDU-Innenminister Thomas Strobl am Freitagabend beim Neujahrsempfang der Mittelbadischen Presse für das kommende Jahr: Es gehe darum, Erreichtes zu sichern und Neues mutig anzupacken, so der CDU-Innenminister. Redaktionsleiter Wolfgang Kollmer gab zuvor Einblicke, welche Neuerungen reiff medien 2018 anpacken will.

Thomas Strobl, CDU-Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident, erklärte das Motto eines 100-jährigen Unternehmers zu seinem Lebensmotto: »Das Leben kann man nur mit Optimismus führen«, sagte er am Freitag in der Offenburger Event-Location »Freiraum« beim Neujahrsempfang der Mittelbadischen Presse. Rund 100 Gäste aus der Politik  waren der Einladung gefolgt.

Strobl wird ab Sonntag wieder in Berlin an den Koalitionsgesprächen teilnehmen; bis Ende nächster Woche könnte schon etwas spruchreif werden. »Wir wollen schnell eine Regierung bekommen, denn die Welt wartet nicht auf uns«, erklärte er, warum Deutschland international rasch handlungsfähig werden müsse.

»Die Digitalisierung verändert die Welt«

Die gute Nachricht lautete: »Wir brauchen keine Steuererhöhung.« Vielmehr müsse man Bürger wie Unternehmen entlasten und etwa den »Soli« abbauen. Strobl forderte, die Lohnzusatzkosten unter 40 Prozent zu halten. Senkungen könne es bei den Arbeitslosenversicherungen geben. Aber: »Ich verspreche nicht insgesamt weniger.« Denn in der Pflege werden Gelder benötigt. Bildung, innere Sicherheit und Europa waren die weiteren Themen, die ihn bewegten.

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»Die Digitalisierung verändert die Welt«, betonte der Innenminister. Deshalb blieb er bei seiner oft zitierten Aussage, dass jeder Schwarzwaldbauernhof Zugang zu einem schnellen Internet haben müsse. Ein dreistelliger Millionenbetrag stehe hierfür jährlich zur Verfügung. Er forderte, dass Baden-Württemberg die »digitale Leitregion Europas« sein müsse; der Entwicklungsatlas weise sie bereits als »innovativste Region« aus.  Digitale Strategien für Baden-Württemberg wurden bereits erstellt: »Die ersten 80 Projekte werden dieses Jahr angestoßen«, so Strobl, der trotz Erkältung Akzente setzte.

Ausblicke auf die digitale Zukunft

Redaktionsleiter Wolfgang Kollmer gab Ausblicke darauf, was 2018 für reiff medien bringt: »Der Ausbau von Crossmedia und vernetzten Plattformen und Medien« sollen die Informationen ergänzend zum »Flagschiff Zeitung« noch schneller zu den Lesern bringen.

Während der vergangenen sieben Jahre habe man mit dem Online-Angebot eine »nennenswerte Reichweite« erlangt. Das E-Paper verzeichne zweistellige Zuwächse. In Kürze werde eine Bezahlschranke für das Angebot BO+ kommen. »Für Zeitungsabonnenten bleibt das Internetangebot weiter kostenlos«, betonte er.

»Bruddler« Otmar Schnurr begeisterte die Gäste mit seinen Betrachtungen, etwa zu den Berichten von Fasnachtsveranstaltungen: »Wenn es ›Rakete‹ heißt, muss man die Blindgänger mitrechnen.«

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