Ortenau
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Neun Covid-19-Erkrankte aus der Ortenau sind wieder gesund

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red/ba
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25. März 2020
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©Symbolfoto: dpa/Bernd Wüstneck

Neun Menschen aus der Ortenau, die an Covid-19 erkrankt sind, gelten inzwischen wieder als geheilt. Sie können wieder arbeiten gehen und am normalen Leben teilhaben. Zugleich ist die Lage weiterhin sehr ernst – die Infektionswelle kommt erst noch, sagt Landrat Frank Scherer.

Im Ortenaukreis sind die ersten an Covid-19 erkrankten Personen wieder gesund, wie das Landratsamt am Dienstag mitteilte. Bei allen verlief die Erkrankung demnach milde, sie können nun wieder arbeiten gehen und am normalen Leben teilhaben. Zwei Tests hätten das Ergebnis bei den Patienten bestätigt, sie gelten als geheilt. „Das ist in diesen Tagen eine erfreuliche und Mut machende neue Nachricht“, wird Landrat Frank Scherer in der Mitteilung zitiert. Erste Corona-Infektionen in der Ortenau wurden Anfang März bekannt – das ist nun mehr als zwei Wochen her. 

Scherer appelliert dennoch an die Bevölkerung, sich strikt an die geltenden Maßnahmen und Empfehlungen zu halten, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Scherer geht weiter von einer kommenden Infektionswelle aus, auf die sich die Krankenhäuser dieser Tage vorbereiten würden.

Intensivbetten aufgestockt

„Das Ortenau-Klinikum bündelt seit über zwei Wochen frühzeitig seine Kräfte, um auch für die kommenden Wochen und Monate die stationäre Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im Ortenaukreis zu gewährleisten“, betont Klinikum-Geschäftsführer Christian Keller in der Pressemitteilung.

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Die Zahl der Intensivbetten habe man „massiv aufgestockt“. Für die Versorgung von Patienten mit besonders schweren Verläufen von Covid-19 seien Beatmungsplätze notwendig – deren Zahl sei inzwischen ebenfalls von 39 auf 99 erhöht worden. Weiterhin gilt an den Kliniken ein absolutes Besuchsverbot. 

Tests nur bei bestimmten Personengruppen

Parallel sollen so viele Personen wie möglich auf das neue Coronavirus getestet werden – vorrangig aber erkrankte Personen in Gesundheitsberufen, sowie Menschen, die in der kritischen Infrastruktur arbeiten. Bei Erkältungssymptomen dieser Mitarbeiter soll so festgestellt werden, ob eine Covid-19-Erkrankung dahintersteckt. Falls nicht, kann diese Person je nach Gesundheitszustand wieder ihre Arbeit aufnehmen.

Ein weiterer Fokus liege auf Patienten, die Gefahr laufen, durch eine Infektion mit dem neuen Virus schwer zu erkranken. Dabei handelt es sich um ältere und vorerkrankte Menschen mit entsprechenden Symptomen. Die stationäre Einweisung könne schon vor einem Test angeordnet werden. Das Gesundheitsamt verfolge bei jedem gemeldeten und bestätigten Covid-19-Fall die Kontaktpersonen. 

Zusammen mit den niedergelassenen Ärzten wurde zusätzlich beschlossen, alle Patienten mit Atemwegserkrankungen krankzuschreiben, heißt es weiter. Diese Menschen sollen sich dann so verhalten, als wären sie an Covid-19 erkrankt – das bedeutet auch häusliche Isolation.

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