Achter Fund im "Treff 3000"

Diesmal in Schutterwald: Stecknadel im Suppengrün entdeckt

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red/tn
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08. Januar 2018
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Achter Stecknadel-Fund in der Ortenau: Diesmal ist ein Lebensmittelmarkt in Schutterwald betroffen, der nicht der Kaufland-Kette angehört. Handelt es sich um einen Nachahmer?

Nachdem eine Kundin am Freitag ihr gekauftes Suppengrün zu Hause auspackte, fiel eine Stecknadel aus der Verpackung, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Offenburg, des Landratsamtes Ortenaukreis und des Polizeipräsidiums Offenburg. Sie habe den Vorfall dem betroffenen Markt gemeldet. Die Nadel sei lose in der Schale gelegen.

Im "Treff 3000" gefunden

Bei dem betroffenen Geschäft handelt es sich um eine Filiale des Marken-Discounters "Treff 3000", bestätigt Christhard Deutscher, Sprecher der Edeka Südwest, am Telefon. Beim "Treff 3000" handelt es sich um eine Tochtergesellschaft der Edeka-Gruppe.

Aus ermittlungstaktischen Gründen können derzeit keine näheren Angaben zu den sichergestellten Nadeln gemacht werden. Die Ermittler der Polizei arbeiten mit Hochdruck an der Aufklärung - Zeugenhinweise sind laut Mitteilung allerdings noch nicht eingegangen. Seit Mitte Dezember wurden in drei Kaufland-Filialen im Ortenaukreis mehrere Nadeln in verschiedenen Backwaren, einem Wurstsnack und in frischem Gemüse gefunden.

Drei Tatzeiträume

Die Polizei geht derzeit von insgesamt drei Tatzeiträumen aus. Die Stecknadelfunde in Offenburg konzentrieren sich auf einen Zeitraum Mitte Dezember. Die Nadel in einem verpackten Kuchenstück in Kehl soll nach bisherigen Erkenntnissen um den Jahreswechsel eingebracht worden sein. Bei dem Fund in Schutterwald sei das Suppengrün erst kurz vor dem Verkauf am Freitag im Regal des Lebensmittelmarktes gelegen.

Wie bereits beim Vorfall in Kehl schließen die Ermittlungsbehörden auch im aktuellen Fall in Schutterwald nicht aus, dass es sich um einen Nachahmer handeln könnte.

Tätern drohen bis zu zehn Jahren Haft

Der Pressemitteilung zufolge werden alle bislang bekannten Fälle wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung zur Anzeige gebracht. Auch wenn bisher niemand zu Schaden gekommen sei, komme laut Strafgesetzbuch eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren in Betracht. Zudem dürften dem Täter nicht unerhebliche zivilrechtliche Ansprüche seitens der betroffenen Firmen ins Haus stehen: Für die Sicherheit der Kunden werde ein hoher Kostenaufwand betrieben.

Weitere manipulierte Produkte können im Umlauf sein

Die Staatsanwaltschaft Offenburg, das Landratsamt Ortenaukreis sowie das Polizeipräsidium Offenburg treffen derzeit alle erforderlichen Maßnahmen zur Aufklärung der Straftaten und zum Schutz der Kundinnen und Kunden. Es besteht dabei ein direkter Austausch mit den betroffenen Firmen, welche die Ermittlungsbehörden im vollem Umfang unterstützen. Die Polizei weist jedoch darauf hin, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich weitere manipulierte Produkte im Umlauf befinden.

Die eingerichtete Ermittlungsgruppe bittet auch Kunden und Hinweisgeber, sich bei verdächtigen Feststellungen unter der 0781/21-2200 an die Polizei zu wenden.

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