Ortenau

O du Stressige - Extraschichten für die Post

Bettina Kühne
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21. Dezember 2013
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©Ulrich Marx

Im Briefzentrum Offenburg und im Paketzentrum Lahr werden dieser Tage Zigtausende Sendungen abgefertigt. Sie alle sollen bis Weihnachten ihre Ziele erreicht haben. Das heißt: Extraschichten. Auch am Sonntag vorm Fest werden Pakete zugestellt.

Ortenau. Nein, eine Ortenauzahl gibt es nicht: Wie oft der Postmann klingelt, um jemanden mit einem Paket zu Weihnachten glücklich zu machen, weiß Post-Pressesprecher Hugo Gimber nicht. Aber: »Bundesweit werden bis Heiligabend voraussichtlich acht Millionen Päckchen verschickt – eine Million mehr als 2012.«

Nachmittags geht’s los

Im Paketzentrum in Lahr können maschinell 44 000 Pakete abgefertigt werden – pro Stunde. Da aber ohne Menschen auch da nichts geht, wurden die Schichten verstärkt: In der heißen Phase beginnen sie bereits am frühen Nachmittag und nicht erst abends.

Trotzdem rät Gimber, nicht erst auf den letzten Drücker mit der Sendung zur Post zu marschieren. Eigentlich ist bei einer Paketaufgabe am Montag, 23. Dezember, bis 10 Uhr die Zustellung am anderen Tag garantiert (siehe Infokasten). Um dafür gewappnet zu sein, sorgt die Post dafür, dass übers Wochenende nichts liegen bleibt. Gimber: »Am Montag wollen wir mit einem sauberen Wagen anfangen.« In der Praxis bedeutet das: Je nach Aufkommen werden auch am morgigen Sonntag Pakete zugestellt.

Überhaupt: Da Päckchen und Pakete raumgreifend sind, werden die Zustellbezirke entlastet. »Aus drei werden vier gebildet, damit alles ins Postauto passt«, erklärt Gimber. Alternativ wird eine Tour ein zweites Mal gefahren.
Nur eines könnte die hehren Pläne zunichte machen: ein heftiger Wintereinbruch. »Wenn es schneit oder glatt wird, ist die Zustellung nicht garantiert.« Doch danach sieht es bisher nicht aus.

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Doppelt so viele Briefe

Neben den Päckchen sind auch doppelt so viele Briefe wie üblicherweise unterwegs, sagt der Pressesprecher. Alle Sendungen, die aus dem Postleitzahlbereich 77 kommen oder dorthin verschickt werden, landen zur Verteilung im Offenburger Briefzentrum. Wo es machbar ist, versucht man lenkend einzugreifen, um die große Briefeflut zu steuern. Damit die Sortieranlage dabei möglichst gleichmäßig ausgelastet wird, werden Sondervereinbarungen mit Großlieferanten getroffen: Die Werbe- und Grußsendungen großer Firmen werden vorab terminiert. Außerdem: »Die Briefkästen werden häufiger geleert als üblich.«

Dadurch wird immer wieder »Futter« für die moderne Sortieranlage angeliefert, die 44 000 Standardbriefe und Postkarten pro Stunde in die richtigen Bahnen lenken kann. Gimber rechnet mit rund 1,5 Millionen Sendungen, die aktuell täglich in Offenburg abgefertigt werden.

Etwas langsamer geht es bei den Maxibriefen: Sendungen mit bis zu 500 Gramm Inhalt – also eine beliebte Weihnachtsgeschenksgröße – können rund 19 000 pro Stunde abgefertigt werden. Da sind Menschen gefragt, »die Briefe haben meist kein Standardformat«. Auch goldene, beklebte oder reich verzierte Briefkuverts müssen durch menschliche Hände: Die Sortieranlagen »erkennen« sie nicht.

Da braucht es also personelle Ressourcen: Festangestellte, Aushilfen, Ferienjobber – aktuell müssen alle ran. Gimber: »Urlaub wird nur in ganz besonderen Fällen genommen.« Ansonsten sind alle im Einsatz – bis 15 Uhr an Heiligabend.

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