Familie sucht öffentlich

Oberwolfachs Ex-Bürgermeister vermisst 26-jährigen Sohn

Autor: 
Jens Sikeler
Lesezeit 2 Minuten
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10. Juli 2017

©Archiv

Ein 26-Jähriger aus Emmendingen wird seit Dienstag fieberhaft von seiner Familie gesucht. Es ist der Sohn von Oberwolfachs Altbürgermeister. Von dem jungen Mann fehlt jede Spur – doch die Polizei will öffentlich noch nicht nach ihm fahnden.

Hinweis: In diesem Text wurden der Name des Vermissten und des Vaters nachträglich entfernt. Am 9. Oktober 2017 meldete die Polizei, dass der 26-Jährige gefunden wurde und wohlauf ist.

 

Der Oberwolfacher Altbürgermeister macht sich große Sorgen um seinen Sohn. Seit der Nacht vom Dienstag, 4. Juli, zum Mittwoch, 5. Juli, ist der 26-Jährige verschwunden. Er macht nach Angaben seines Vaters eine Ausbildung bei einem Bestattungsunternehmen im Landkreis Emmendingen und bewohnt ein Zimmer im Wohnheim des Zentrums für Psychiatrie in Emmendingen.

Fremde Person soll Geld abgehoben haben

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Gegen 0.30 Uhr wollen ihn Freunde dort gesehen haben. Er sei dabei in Begleitung eines Freundes und eines Bekannten gewesen, dem N. Kontakte ins Drogenmilieu nachsagt. Um 5.49 Uhr habe er dann bei der Volksbank in Teningen 1000 Euro abgehoben, berichtet sein Vater. Danach gibt es zwei Tage lang kein Lebenszeichen. »Am Freitagmorgen hat wieder jemand mit den EC-Karten meines Sohnes versucht in der Nähe des Frankfurter Bahnhofes Geld abzuheben.Wir gehen davon aus, dass unser Sohn bedroht wurde«, zeigte sich N. überzeugt. Sein Sohn sei ein sehr pflichtbewusster Mensch. Dass er unentschuldigt an seinem Arbeitsplatz fehlt, sei undenkbar.

Es existieren Bänder von dem Versuch, Geld abzuheben. Laut N. sind sie von der Bundespolizei geprüft worden – zunächst mit dem Ergebnis, dass es sich nicht um den Vermissten handelt. Jetzt soll die Aufnahme laut N. aber noch einmal gesichtet werden.

Polizei sucht bewusst noch nicht öffentlich

»Wir versuchen, seinen Aufenthalt herauszufinden«, bestätigt Jerry Clark, Sprecher des Polizeipräsidiums in Freiburg. Zum genauen Stand der Ermittlungen wollte Clark nichts sagen. Aber er bestätigte immer hin, dass die Polizei keinen konkreten Anhaltspunkt für eine Straftat oder dafür hat, dass sich der Gesuchte in Gefahr befindet.

Auf eine Öffentlichkeitsfahndung habe die Polizei dagegen bisher bewusst verzichtet. Die sei wegen des Schutzes des Persönlichkeitsrechts an hohe Hürden geknüpft, so Clark. Hinweise bitte an die Polizeidienststelle Emmendingen unter 07641 / 58 20.

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