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Ortenau: 27 Ladestationen für 290 E-Autos

Autor: 
Matthias Jundt
Lesezeit 2 Minuten
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30. April 2016
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Sauber, leise und jetzt auch finanziell attraktiver? Die Bundesregierung stellte am Mittwoch die 4000-Euro-Prämie vor, die es für Neukunden von E-Autos geben soll. Das Landratsam Offenburg rechnet mit mehr Zulassungen in diesem Bereich.

Sauber, leise und jetzt auch finanziell attraktiver? Die Bundesregierung stellte am Mittwoch die 4000-Euro-Prämie vor, die es für Neukunden von E-Autos geben soll. Das Landratsam Offenburg rechnet mit mehr Zulassungen in diesem Bereich. ©Ulrich Marx

Die Bundesregierung fördert Neukunden von E-Autos mit 4000 Euro. Das Ortenauer Landrats-amt rechnet dadurch mit einem Anstieg bei den Zulassungszahlen. Im Landkreis wächst die Infrastruktur: 27 Ladestationen gibt es bereits, weitere sollen folgen.

Derzeit machen reine E-Autos 0,08 Prozent aller im Ortenaukreis zugelassenen Pkw aus. Von knapp 370 000 Autos fahren nur etwa 300 rein elektronisch.  Das teilte das Landratsamt Ortenaukreis auf Anfrage der Mittelbadischen Presse mit.
2011 waren es zirka 100 E-Fahrzeuge. Bis zum vergangenen Jahr kamen jährlich etwa 50 weitere hinzu. »Wir als Kreis sind übrigens Vorreiter. Bereits seit 2012 sind zwei E-Fahrzeuge als Dienstwagen im Einsatz. 2013 kam ein weiteres E-Auto dazu«, sagt Franz Benz, Leiter der KfZ-Zulassungsstelle im Landratsamt Ortenaukreis auf Anfrage unserer Zeitung.

27- E-Ladestationen

Durch die 4000-Euro-Prämie für Neukunden von E-Autos rechnet Benz mit einem Anstieg der Zulassungszahlen, denn: »2009 hat die Abwrackprämie in Höhe von 2500 Euro gezeigt, dass solche Kaufanreize auch greifen.« Derzeit gibt es 27 öffentliche durch E-Tankstellen in der Ortenau. Betrieben werden sie von den Energieversorgern E-Werk Mittelbaden, Süwag und EnBW. Geplant sind zwei weitere in Kehl, eine in Lahr und sechs in Oberkirch. Spitzenreiter ist ab Montag die Große Kreisstadt Lahr mit dann insgesamt sieben Ladestationen. Friesenheim und Seelbach haben bereits jeweils eine »Tankstelle«.

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Offenburg hat derzeit sechs öffentliche Stationen; die vier in der Tiefgarage am Marktplatz und im City-Parkhaus in der Wasserstraße werden von der Stadt betrieben. Auch in Willstätt und Kappel-Grafenhausen gibt es welche. In Oberkirch gibt es zwei E-Tankstellen. Kinzigtäler E-Autofahrer können ihre Wagen in Gutach, Oberwolfach und Zell a. H. aufladen. Kehl hat drei Stationen, in Achern, Altenheim und Rust gibt es jeweils eine.

Verschiedene Bezahlmodelle

Die meisten Ladestationen in der Ortenau betreibt das E-Werk Mittelbaden. Für den Ladevorgang reicht hier eine Kreditkarte, ein Ladevorgang kostet fünf Euro. Auch die EnBW betreibt Ladestationen. Für die benötigt man entweder eine Prepaid-Karte oder eine mit einer monatlichen Grundgebühr, bei der der Ladevorgang dann günstiger ist. Die Süwag betreibt derzeit zwei Stationen. Badenova hat dagegen keine in der Ortenau. 

Info

E-Ladestationen

Offenburg: Freiburger Straße 23 a, Stegermattstraße 24, Tiefgarage Marktplatz (zwei Stationen), City-Parkhaus (zwei Stationen)
Willstätt: Hornisgrindestraße 28
Kappel-Grafenhausen: Hauptstraße 199 - 203
Kehl: Straßburger Straße 18, Am Läger 15. Herderstraße 2
Lahr: Friedrichstraße 69, Obere Bergstraße 26, Alter Stadtbahnhof 1, Marktplatz 16, Am Stadtpark 3, Rathausplatz 6, Schuberstraße 3 (ab Montag, 2. Mai)
Seelbach: Hauptstraße 9
Friesenheim: Friesenheime Hauptstraße 69
Gutach: Vogtsbauernhof
Oberwolfach: Schulstraße 29
Zell a. H.: Hauptstraße 5
Achern: Kapellenstraße 37
Kappelrodeck: Binzigstraße 17
Oberkirch: Appenweierer Straße 54, Eisenbahnstraße 1
Neuried: Kirchstraße 23
Rust: Rheinweg 7

Hintergrund

Nichts für Normalverdiener?

Bei den Facebook-Nutzern der Mittelbadischen Presse stößt die Prämie im Großen und Ganzen eher auf Ablehnung. Eine Userin, der andere beipflichten, sagt etwa: »Wer sich ein E-Auto leisten kann, der braucht diese Prämie nicht. Normalverdiener können sich so ein Auto nämlich nicht leisten. Traurig aber wahr ...« 

Insgesamt überwiegt die Ablehnung, aber es gibt auch positive Reaktionen. Ein User schreibt: »Grundsätzlich ist die Prämie okay. Die Gefahr ist aber, dass diese von vornherein auf den Preis aufgeschlagen wird. War ja zum Beispiel bei der Förderung von Solaranlagen so. Als diese zurückgefahren wurde, waren die Anlagen billiger.«

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