Lob fürs Ehrenamt

Ortenau-Check: Hofstetten siegt in Kategorie "Seniorenfreundlichkeit"

Jonathan Janz
Lesezeit 2 Minuten
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26. Mai 2024
Zum zweiten Mal hat sich Hofstetten den Sieg in einer der 14 Kategorien des Ortenau-Checks gesichert. Die 9844 Befragten bewerten die Gemeinde als seniorenfreundlichste Kommune.

(Bild 1/4) Zum zweiten Mal hat sich Hofstetten den Sieg in einer der 14 Kategorien des Ortenau-Checks gesichert. Die 9844 Befragten bewerten die Gemeinde als seniorenfreundlichste Kommune. ©HighwayStarz/stock.adobe.com

Nach dem ersten Platz in der Kategorie Sauberkeit hat die Gemeinde Hofstetten auch den Sieg beim Thema Seniorenfreundlichkeit geholt.

Wie lebt es sich im höheren Alter in Ihrer Stadt/Gemeinde und wie seniorengerecht bewerten Sie Ihren Heimatort, wollte die Mittelbadische Presse in ihrem Ortenau-Check wissen. Von den knapp 10.000 Befragten wird Hofstetten als seniorenfreundlichste Kommune bewertet. Die Kinzigtalgemeinde, die in der Umfrage bereits den ersten Platz in der Kategorie Sauberkeit erzielte, hat mit 8,25 von zehn möglichen Punkten nun auch die Kategorie Seniorenfreundlichkeit für sich entschieden.

Platz zwei geht mit 8,09 Punkten an die Gemeinde Ortenberg. Den dritten Platz holt die im Harmersbachtal liegende Gemeinde Nordrach. Auf den letzten Rängen stehen die beiden „Bad“-Gemeinden im Verbreitungsgebiet der Mittelbadischen Presse: Platz 45 geht an Bad Rippoldsau-Schapbach im Landkreis Freudenstadt, die rote Laterne hält Bad Peterstal-Griesbach. Die Renchtalgemeinde ist zugleich die einzige der Kategorie, die weniger als sechs Punkte erzielte.

„Die zwei Fragen zur Seniorenfreundlichkeit im Ortenau-Check kann ich für Hof­stetten eindeutig mit ‚sehr gut‘ beantworten“, sagt Hofstettens Bürgermeister Martin Aßmuth (parteilos). Ein Grund aus Sicht des Gemeindeoberhaupts: „Wir haben im Ortskern barrierearme und barrierefreie Angebote geschaffen.“

Dass Hofstetten auch in dieser Kategorie den ersten Platz geholt hat, sei aber vor allem dem ehrenamtlichen Engagement des wiederbelebten Seniorenwerks zu verdanken – im vergangenen Jahr habe das Organisations-Team, das sich vor knapp zwei Jahren zusammenfand, 21 Veranstaltungen auf die Beine gestellt. Über 800 Besucher hätten an den Unternehmungen teilgenommen.

Bestens vernetzt

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Zu den Höhepunkten zählten etwa die vier Halbtagesfahrten wie beispielsweise zum Obsthof Wirth in Zusenhofen oder zum Weihnachtsmarkt in Konstanz. Daneben gebe es Angebote zum gemütlichen Beisammensein mit Kaffee und Kuchen und informative Vorträge. Besonders in Hofstetten: „Hier ist sowohl die Gruppe ehrenamtlicher Senioren gut vernetzt als auch die älteren Hof­stetter unter sich.“

Schutz vor Betrügern

Aßmuth findet, dass Senioren in Hofstetten auch bei Problemen gut geholfen wird. Etwa bei Fragen zur Vorsorge. Oder wenn es darum geht, Aufklärungsangebote zu schaffen. Zum Beispiel, damit ältere Menschen nicht auf die Maschen von Trickbetrügern am Telefon, etwa den Enkeltrick, hereinfallen.

Info

Lob und kritische Stimmen

"Ich wünsche mir mehr kulturelle Angebote für Senioren. In dezentralen Gemeinden wären Mitfahrbänkle erstrebenswert." 

"Der Anteil an Senioren wird immer größer. Wir können nicht mehr Rad fahren und sind schlecht zu Fuß. Es gibt zu wenig bezahlbare Parkplätze. Wir kaufen auf der grünen Wiese ein, die Innenstadt stirbt aus."

"Der ÖPNV könnte in der Ortenau für Senioren preisgünstiger sein."

"Offenburg ist die einzige Stadt, die Senioren über den Seniorenpass bis zu einem gewissen Renteneinkommen Vergünstigungen zur Freizeitgestaltung gewährt. Das wäre für den Ortenaukreis wünschenswert."

"In der Ortenau sollte mehr bezahlbarer Wohnraum für Senioren geschaffen werden."

"Warum enthält der Ortenau-Check keine Fragen zu Menschen mit Behinderung und Barrierefreiheit?"

"In Gengenbach sind die Parkgebühren zu hoch und zu viele Parkplätze wurden zugunsten von Fahrradabstellplätzen entfernt. Sie fehlen für Senioren oder für in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen. Darunter leidet der gesamte Einzelhandel."

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