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Ortenau: Deutlich mehr Todesfälle im Dezember als vor einem Jahr

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red/ba
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03. Mai 2021
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©Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dp

Steigt die Sterblichkeit in der Corona-Krise? Vergleichszahlen aus der zweiten Welle der AOK zeigen nun einen Zuwachs um fast 40 Prozent im vergangenen Dezember gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Im Dezember 2020 vermeldete die AOK Südlicher Oberrhein unter ihren Versicherten im Ortenaukreis 242 Todesfälle. Das sind fast 40 Prozent mehr als im Dezember 2019, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der AOK. Damals habe die AOK 175 Todesfälle gezählt. Und schon im April 2020 vermeldete die AOK einen hohen Anstieg an Todesfällen: im Vergleich zum April 2019 gab es ein Plus von knapp 27 Prozent.

50 Prozent der beatmeten Corona-Patienten ist gestorben

In Baden-Württemberg betrug die durchschnittliche Sterberate im Dezember 30 Prozent, so die AOK. Allerdings erhalten Krankenkassen keine Informationen über die jeweiligen Todesursachen. Deshalb könne man nicht mit Sicherheit sagen, dass diese erhöhte Sterblichkeit auf die Corona-Pandemie zurückzuführen ist. Die Auffälligkeit sei aber nicht von der Hand zu weisen, vor allem mit Blick auf die Intensivfälle. Denn die Hälfte aller beatmeten Corona-Patienten ist laut Krankenhausreport der AOK gestorben. Bei den über 80-Jährigen waren es sogar mehr als 70 Prozent, heißt es.

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Die Sterblichkeit der Covid-19 Patienten steigt mit dem Alter an und liegt bei beatmeten Patienten immer deutlich höher. Auch die Beatmungsquote der im Krankenhaus behandelten Patienten steigt ab 50 Jahren deutlich und liegt laut der Pressemitteilung bei den 60- bis 79-Jährigen mit 44 Prozent am höchsten. Rund ein Viertel der Beatmeten war jünger als 60 Jahre.

Hohes Risiko für Langzeitschäden

Auch wer die Intensivbehandlung übersteht, ist danach nicht automatisch genesen. Die AOK betont, das Risiko einer schweren Dauerschädigung sei auch jetzt noch sehr hoch – ebenso die Wahrscheinlichkeit, an Covid-19 zu sterben, trotz verbesserter Behandlungsmöglichkeiten. Die Krankenkasse appelliert daher abschließend, sich weiterhin diszipliniert im Umgang mit dem Virus zu verhalten und trotz steigender Impfzahlen nicht leichtsinnig zu werden.

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