Eine der besten Kliniken Deutschlands

Ortenau-Klinikum erhält Auszeichnung für Handhygiene

Autor: 
red/sab
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11. Januar 2019

Handhygiene. ©dpa

Das Ortenau-Klinikum ist mit einem Zertifikat für sein Programm zur Handhygiene ausgezeichnet worden. Es gehöre damit zu den besten Kliniken in Deutschland. 

Offenburg (red/sab). Das Ortenau-Klinikum in Offenburg hat das Silber-Zertifikat der bundesweiten »Aktion Saubere Hände« für sein Management zur Verhinderung von Krankenhausinfektionen erhalten. Wie das Ortenau-Klinikum in einer Pressemitteilung schreibt, erkannte das nationale Referenzzentrum zur Überwachung von Krankenhausinfektionen (NRZ) in Berlin dem Klinikum Ende Dezember das Zertifikat für sein vorbildliches Management der Händehygiene zu. 

Voll ausgezahlt

»Die Arbeit des Hygiene-Teams und der ganzen Klinik in Sachen Händehygiene hat sich damit voll ausgezahlt«, wird Chefarzt Andreas Schröder, Leiter der Zentralen Klinikhygiene am Ortenau-Klinikum, in der Mitteilung zitiert. Das Ortenau-Klinikum in Offenburg zähle damit bei der Vermeidung von Krankenhausinfektionen zu den besten Kliniken in Deutschland. 

Das Zertifikat muss nach Angaben des Klinikums alle zwei Jahre neu beantragt und die Qualität der Händedesinfektion mit zahlreichen Daten belegt werden. Ein hauseigenes Hygiene-Team habe deshalb in den vergangenen Jahren zunächst den Handlungsablauf der Händehygiene registriert – etwa durch Messung des Verbrauchs von Händedesinfektionsmitteln. 

Schulung und Strategie

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In einer zweiten Phase erhielten alle Mitarbeiter intensive Schulungen in korrekter Händedesinfektion und entwickelten Strategien zur nachhaltigen Verbesserung der Händedesinfektions-Regeln, heißt es weiter. Die Klinik habe regelmäßig Kontrolldaten an das NRZ Berlin übermittelt, um in engem Kontakt mit den Experten die Händedesinfek­tion weiter zu optimieren.

In Deutschland infizieren sich laut Pressemitteilung rund 3,5 Prozent der 19 Millionen stationär behandelten Patienten. Jährlich seien etwa 650 000 Krankenhausinfektionen zu erwarten. Im internationalen Vergleich sei diese Rate gering – durch geeignete Maßnahmen könne aber ein Drittel dieser Krankenhausinfektionen vermieden werden, schreibt das Klinikum weiter. 

Hygienemanagement aufgebaut

Das Ortenau-Klinikum hat eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Jahren an allen Standorten ein Hygienemanagement aufgebaut. Es seien mit Chefarzt Andreas Schröder und zwei weiteren Kollegen Klinikhygieniker benannt, die innerhalb des Klinikverbunds alle Hygienemaßnahmen koordinieren, berichtet das Klinikum. 

Neben Aufklärungsarbeit und Schulungen würden die Mitarbeiter zudem in sogenannten Hygienekommissionen regelmäßig Hygienethemen erörtern und Hygienebegehungen durchführen. Generell bestehe auch eine Dokumentationspflicht hinsichtlich resistenter Bakterien und Infektionserkrankungen.

Die »Aktion Saubere Hände« werde federführend seit 2008 von der Charité Universitätsmedizin Berlin mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit mit dem Ziel betrieben, die Patientensicherheit in deutschen Krankenhäusern weiter zu verbessern. An der Aktion beteiligen sich bundesweit über 800 der rund 2000 Kliniken.

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