Lieferengpässe
Dossier: 

Ortenau-Klinikum hat genügend Schutzmasken vorrätig

Lesezeit 3 Minuten
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23. März 2020

Das Ortenau-Klinikum, hier der Standort in Offenburg, verfügt momentan über einen größeren Bestand an Schutzmasken. Das Klinikum ist aber dennoch für Spenden von originalverpackten Schutzmasken dankbar. ©Archivfoto: Iris Rothe

Das Ortenau-Klinikum verfügt momentan über einen größeren Bestand an Schutzmasken. Behelfsprodukte wie selbst genähter Mundschutz sollen nur im absoluten Notfall zum Einsatz kommen.

Mundschutzmasken sind momentan eine gefrate Ware, auch in der Ortenau. Zum Beispiel der ambulante Pflegedienst Adamo in Willstätt sucht momentan über die Facebook-Gruppe „Corona Nachbarschaftshilfe Ortenau“  dringend nach Mundschutzmasken. Beim Ortenau-Klinikum ist die Ausstattung mit Schutzmasken, die für das medizinische Personal wichtig sind, um sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen, nach aktueller Lage gut. 

„Das Ortenau-Klinikum verfügt derzeit über einen größeren Bestand an Schutzmasken“, heißt es in einer Pressemitteilung des Ortenau-Klinikums vom Montag. Allerdings seien die Masken Verbrauchsgegenstände, die bei Bedarf in hoher Stückzahl verwendet werden. Weltweit würden für dieses Produkt momentan Lieferengpässe bestehen, sagt Christian Eggersglüß, Pressesprecher des Ortenau-Klinikums. Trotzdem würde das Klinikum große Anstrengungen unternehmen, um Nachschub zu erhalten.

Einsatz nur im Notfall

Nur falls die üblichen Lieferketten nicht mehr funktionieren sollten und das Klinikum nicht mehr genügend Atemschutzmasken zur Verfügung hätte, würden im Notfall auch Behelfsprodukte eingesetzt werden. „Derzeit arbeiten wir mit großem Einsatz daran, dass wir nicht in diese Situation kommen werden“, sagt der Geschäftsführer des Ortenau-Klinikums, Christian Keller, laut der Pressemitteilung.
Zu dieser Aussage sieht sich das Ortenau-Klinikum auch deswegen veranlasst, da sich in den vergangenen Tagen einige Bürgergruppen gemeldet hatten, die dem Klinikum Hunderte selbst genähte Mund-Nasen-Schutze zur Verfügung stellen wollten.

Dreilagiger Spezialstoff

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Warum dieses Angebot nur im absoluten Notfall angenommen werden kann, begründet Christian Reiß, Chefapotheker des Ortenau-Klinikums, in der Pressemitteilung mit der Gewebequalität der selbst genähten Schutzmasken. „Es ist unsere Arbeitgeberpflicht, dass wir unseren Mitarbeitern ausschließlich originalverpackte, CE-gekennzeichnete, damit geprüfte und zugelassene Produkte als persönliche Schutzausrüstung überlassen“, sagt Reiß.

Das Gewebe von Produkten, das für Mund-Nasen-Schutze im Klinikalltag genutzt werde, bestehe standardmäßig aus dreilagigem Spezialstoff. Die Materialien, aus denen die von den Bürgern selbst geschneiderten Produkte bestehen, seien dem Klinikum dagegen nicht bekannt. „Zudem wäre eine sehr aufwendige Reinigung und Desinfektion dieser Produkte notwendig, die aber an der fraglichen Gewebequalität nichts ändern würde“, erklärt Reiß.

Von Hilfe beeindruckt

Das Ortenau-Klinikum zeigt sich aber trotzdem von der Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung beeindruckt. „Sie zeigt, dass wir auf unsere Bürgerinnen und Bürger zählen können, wenn es darauf ankommt“, sagt Geschäftsführer Keller laut der Pressemitteilung. Was Intensivbetten und die Personallage betreffe, sei das Ortenau-Klinikum momentan bestens ausgestattet, sagt  Dieter W. Schleier, Leiter Zentrale Unternehmenskommunikation und Marketing des Ortenau-Klinikums in einer Pressemitteilung vom Sonntag. 

Hier geht es zur Spenden-Homepage des Ortenau-Klinikums.
 

Stichwort

Klinikum ist für Geld- und Schutzmasken-Spenden dankbar

Neben Geldspenden, für die das Ortenau-Klinikum eine eigene Webseite eingerichtet hat, ist das Klinikum auch sehr dankbar für die Spende von Schutzmasken. Da es sich um ein Verbrauchs-
produkt handele, könnte der Vorrat an Schutzmasken knapp werden, sagt Dieter W. Schleier, Leiter Zentrale Unternehmenskommunikation und Marketing des Ortenau-Klinikums in einer Pressemitteilung vom Sonntag.

Daher sei das Klinikum für die Spende von Schutzmasken dankbar. Infrage kommen dabei jedoch nur Schutzmasken des Typs FFP2 und FFP3, sofern diese originalverpackt sind. Das ist eine zwingende Voraussetzung, heißt es auf der Webseite. Außerdem sei auch die Spende von Mund-Nasen-Schutzen von zertifizierten Herstellern möglich, sagt Christian Eggersglüß, Pressesprecher des Ortenau-Klinikums. 

Eventuelle Spender könnten etwa Handwerksfirmen sein, die mit solchen Masken arbeiten, wie zum Beispiel Lackierbetriebe. 

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