Mitarbeiter-Fortbildung

Ortenau-Klinikum schult Angestellte zum Thema Organspende

Autor: 
red/bsa
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09. Januar 2019

Die Teilnehmer der Fortbildung mit den beiden Transplantationsbeauftragten Michael Koob (rechts) und Bernhard Gorißen (2. von rechts). ©Ortenau-Klinikum

Das Ortenau-Klinikum hat rund 80 Mitarbeiter auf das Thema Organspende vorbereitet. Die Einrichtung möchte dazu beitragen, dass die Organspende für viele Menschen eine realistische Möglichkeit wird.  

Wie sich Ärzte und Pfleger medizinisch, pflegerisch und psychologisch auf das Thema Organspende vorbereiten, ist im Mittelpunkt einer Fortbildung am Ortenau-Klinikum in Offenburg gestanden. Laut Pressemitteilung des Ortenau-Klinikums hatten die Transplantationsbeauftragten  Bernhard Gorißen und Michael Koob in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) und finanzieller Unterstützung der Baden-Württemberg Stiftung eingeladen. 
»Wenn es zu einer Organspende kommt, sind viele Mitarbeiter und Fachdisziplinen am Gelingen beteiligt. Die Anforderungen sind dabei vielschichtig und hoch«, berichtet Bernhard Gorißen, Leiter der Notaufnahme am Ortenau-Klinikum in Offenburg. 

Vier Organspender

Am Ortenau-Klinikum in Offenburg hätten 2018 bereits vier verstorbene Menschen ihre Organe gespendet. Organspender könnten über ihren eigenen Tod hinaus bis zu sieben Menschen helfen. Zudem habe es zehn weitere Fälle möglicher Organspender gegeben, so Gorißen. »Damit ist die Organspende an unserem Klinikum zwar keine alltägliche Arbeit, dennoch müssen wir tagtäglich wachsam sein, um jede Möglichkeit einer Organspende zu erkennen. Wir möchten mit Engagement und Verantwortung dazu beitragen, dass Organspende für die uns anvertrauten Patienten ein individueller Wunsch sein kann und für 10 000 Menschen, die in Deutschland auf ein Spenderorgan warten, eine realistische Option wird«, unterstreicht Koob, Oberarzt in der Anästhesie am Ortenau-Klinikum in Offenburg. 

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Manche Aspekte des Themas brächten Diskussions- und Konfliktpotenzial mit sich. Dem möchte sich das Ortenau-Klinikum stellen und habe neben der fachlichen Fortbildung auch viel Zeit für Diskussionen bei der Veranstaltung eingeplant.
Rund 80 Klinikmitarbeiter des Ortenau-Klinikums nutzen die Gelegenheit, sich über die verschiedenen Aspekte des Themas zu informieren und diese zu diskutieren. An drei Tagen fand jeweils ein eintägiges Seminar statt, das sich in zwei Module aufteilte, wie das Klinikum weiter mitteilt.

Positive Seite sehen

In einem Modul wurden vor allem die medizinischen und pflegerischen Aspekte zum irreversiblen Hirnfunktionsausfall, eine der zwingenden Voraussetzungen für eine Organspende, angesprochen. Anhand konkreter Fallbeispiele behandelten die Teilnehmer anschließend die Therapie und Pflege des Organspenders. 

Einer der Höhepunkte der Veranstaltung waren die Berichte von Angehörigen eines Organspenders wie auch eines organtransplantierten Patienten. »Die Gelegenheit zum Austausch mit Transplantierten soll den Erfolg einer Organtransplantation begreifbar machen, denn wir sehen meist nur die traurige Seite der Organspende«, so Dominik Metzdorf, Koordinator DSO-Region Baden-Württemberg, und Christina Schleicher, Geschäftsführende Ärztin der DSO-Region Baden-Württemberg.
 

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