Verleihung im Europa-Park

Ortenauer Schulen bei Europäischem Wettbewerb erfolgreich

Autor: 
Dominik Kaltenbrunn
Lesezeit 3 Minuten
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26. Juni 2018

Im »Dome« des Europaparks wurden gestern die Preise des Europäischen Wettbewerbs 2018 an die Gewinner aus der Ortenau verliehen. ©Landratsamt Emmendingen/Ulrich Spitzmüller

Ortenauer Schulen haben 18 Bundespreise des deutschlandweiten Europäischen Wettbewerbs errungen. Am Dienstagmorgen wurden alle Bundes-, Landes- und Ortspreise für teilnehmende Schulen aus den Landkreisen Emmendingen und Ortenau im »Dome« des Europa-Parks bei Rust verliehen. 
 

Aufgeregtes Kindergetuschel, neugierige Blicke im abgedunkelten Kuppelzelt und letzte Vorbereitungen der Bigband auf der in bläuliches Scheinwerferlicht getauchten Bühne: Dutzende Schulklassen aus den Landkreisen Ortenau und Emmendingen besuchten gestern Morgen im »Dome« des Europaparks bei Rust die regionale Preisverleihung des 65. Europäischen Wettbewerbs. Dabei handelt es sich um ein bundesweites, jährliches Projekt für Schulen, das die Europakompetenz und Kreativität der Teilnehmer fördern soll. 2018 haben insgesamt 86 000 Schülerinnen und Schüler aus 1300 Schulen teilgenommen. Moderator Markus Knoll von Hitradio Ohr führte durch die Veranstaltung, während der die Zuschauer auf einer großen Leinwand eine Auswahl der preisgekrönten Wettbewerbs-Einsendungen sahen. 

Europäisches Kulturerbe

Der Landrat des Kreises Emmendingen, Hanno Hurth, präsentierte das diesjährige Thema: »Denk mal – worauf baut Europa?«, das passend zum Europäischen Kulturerbejahr 2018 ausgewählt wurde. »Europäisches Kulturerbe – das ist nicht nur der Eiffelturm in Paris oder der schiefe Turm von Pisa, sondern auch das Schloss Ortenberg in der Ortenau oder die Ruine Hochburg bei Emmendingen, ebenso die alemannische Fasent«, erklärte Hurth. Er war überzeugt, dass die Teilnehmer des Wettbewerbs viel über Europa gelernt haben. 

Für die Bearbeitung des vorgegebenen Themas waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Von Bild- oder Textform, über Musik und plastischen Kunstwerken bis zu Poetry Slam, alle Einsendungen wurden von der Jury eine Woche lang gesichtet, wie der Wettbewerbsbeauftragte für Baden-Württemberg, Karl-Heinz Bohny vom Europa-Zentrum Baden Württemberg, berichtete. 

Vielfalt erhalten

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Frank Scherer, Landrat des Ortenaukreises, erklärte auf Nachfrage von Markus Knoll, dass er die Aufgabenstellung mit einem Song »Europa – get up, stand up« bearbeitet hätte. »Wir brauchen Europa mehr denn je. Es ist wichtig, die Vielfalt Europas zu erhalten, aber auch unter einen Hut zu bekommen.«

Für die einzelnen Klassenstufen gab es verschiedene Fragestellungen. So mussten sich Teilnehmer aus den Klassen eins bis vier im Modul »Wer will fleißige Handwerker sehen...« mit verschiedenen Handwerksberufen in europäischen Ländern beschäftigen. Fünft- bis Siebtklässler erforschten unter anderem europäische Burgen, Schlösser und Gotteshäuser, um die kulturelle Vielfalt Europas aufzuzeigen. 
 

Janin Hartmann, Projektleiterin des Europäischen Wettbewerbs in Berlin, zeigte sich beeindruckt von der Resonanz auf den Wettbewerb: »Die Einsendungen waren sehr kreativ, bunt und vielfältig.« 

Die Preisverleihung wurde musikalisch durch die Bigband der Theodor-Frank-Realschule in Teningen und akrobatisch durch ein Jonglage-Trio des Europaparks aufgelockert. 

Ortenauer Preisträger

Aus dem Ortenaukreis haben über 2800 Schüler teilgenommen, rund 550 davon sind prämiert worden. 18 Schülerinnen und Schüler waren dabei auf Bundesebene erfolgreich. Diese Einsendungen kamen unter anderem aus dem Gymnasium in Achern, der Grundschule in Sundheim, dem Hans-Furler-Gymnasium und der Realschule in Oberkirch sowie dem Oken-Gymnasium und der Hansjakobschule in Offenburg. Landespreise gingen etwa nach Oberachern und Fautenbach. 

Hintergrund

Der Europäische Wettbewerb

Der Europäische Wettbewerb fand erstmals 1953 in Frankreich statt. Mittlerweile haben über 30 europäische Länder daran teilgenommen. In Deutschland hat sich der Wettbewerb mit jährlich über 80 000 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern fest etabliert. Nach Veranstalterangaben fördern unter anderem das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Bundeskanzlerin und der Bundespräsident den Wettbewerb als Instrument der europapolitischen Schulbildung. In Baden-Württemberg ist Susanne Eisenmann, Ministerin für  Kultus, Jugend und Sport, Schirmherrin des Wettbewerbs.         

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