Chainless ausgezeichnet

Ortenauer Start-up gewinnt Preis für Existenzgründer

Autor: 
red/js
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11. Februar 2018

Das Chainless-Team ist inzwischen größer geworden: André Kesenheimer, Esther Arroyo Garcia, Christopher Großklaus, Frederik Böhm, Christian Hirth (von links). ©Tobias Schächtele

Das Portal »Für-Gründer.de« der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat drei Absolventen der Hochschule Offenburg  zu einem der besten 50 Start-ups gewählt. Schon im letzten Jahr erhielt das Team eines der begehrten Exist-Gründerstipendien und konnte den Gründerwettbewerb »startinsland« in drei Kategorien gewinnen.

Die früheren Studierenden der Hochschule Offenburg, Esther Arroyo Garcia, Christian Hirth und Frederik Böhm haben mit ihrer Unternehmensgründung »The Chainless GmbH« jetzt auch bundesweiten Erfolg. Das geht aus einer Pressemitteilung der Hochschule hervor. 

Innovatives Potenzial

Die Internetseite »Für-Gründer.de« suche jährlich unter den Siegern von Gründerwettbewerben nach Geschäftsideen mit großem innovativem Potenzial, um dann die Top 50 Start-ups Deutschlands zu küren. Im letzten Jahr standen insgesamt 752 Gewinner zur Auswahl, die sich die Redakteure genauer angeschaut und nach einem ausgeklügelten System bewertet haben, heißt es weiter. »The Chainless« hätten es bei der Auswertung auf Platz 25 geschafft und seien damit die einzigen prämierten  Gründer aus Südbaden. 

Sie freuen sich sehr über die Auszeichnung: »Der Geschäftsführer des FAZ-Portals Für-Gründer.de, Helge Wils, hat uns kontaktiert und die erfreuliche Nachricht überbracht, dass wir nach der Analyse von 176 Start-up-Wettbewerben unter die Top 50 in Deutschland gekommen sind. Diese Nominierung motiviert uns sehr, unsere Ziele weiter zu verfolgen. Der Kontakt zu Helge Wils wird uns sicherlich weitere Türen in die Verlagsbranche öffnen«, erklärt Frederik Böhm, der bei »The Chainless« für die Entwicklung der Software zuständig ist. 

Idee aus dem Studium

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Ein wichtiger Schritt hin zum bundesweiten Erfolg war die sehr gute Platzierung beim Startinsland-Wettbewerb im letzten Jahr, schreibt die Hochschule. Dort habe das Absolventen-Team aus der Hochschule mit ihrer Geschäftsidee »DeepVA« (Deep Video Analysis) in drei Kategorien jeweils den ersten Platz belegt. Die Idee zu »DeepVA« sei während ihres Studiums entstanden. 

Die drei hätten damals festgestellt: Es fehlt eine Software, die Videodatenbestände von Sendern und Agenturen automatisch kategorisiert und archiviert. Bisher müssen diese Daten manuell gesichtet und verschlagwortet werden, was viel Arbeitszeit kostet. Nun soll eine Software, die auf dem Prinzip der künstlichen Intelligenz basiert, unterschiedliche Merkmale aus Filmmaterial extrahieren, Metadaten generieren und das Video anhand dieser Inhalte klassifizieren und beschreiben, beschreibt die Hochschule die Idee der Gründer.

Geld aus Programm

Seit Herbst vergangenen Jahres ermöglicht das Gründerstipendium Exist den drei Gründern, ein Jahr lang ihre Idee weiterzuentwickeln. Während dieser Zeit erhalten sie laut der Hochschule von dem Exist-Programm Geld zur Existenzsicherung sowie für Sachkosten und für Coachings. Wichtige Unterstützung sei von der Hochschule Offenburg gekommen: Das dortige Gründerbüro schlug vor, sich auf das Existenzgründerstipendium zu bewerben und hat den gesamten Prozess begleitet. Auch heute noch wird das Unternehmen von Mentoren aus der Professorenschaft betreut. 

Die jungen Unternehmer schauen angesichts ihres Erfolgs und der großen Unterstützung, die ihr Projekt erfährt, positiv in die Zukunft. »Nach der Fertigstellung unseres zweiten Prototypen ist der nächste logische Schritt, mit unseren Partnern das Softwareprodukt zur Marktreife zu bringen«, erklärt Christian Hirth die weiteren Pläne des jungen Unternehmens. »Um unser Team auszubauen, sind wir auf der Suche nach Werkstudenten, Abschlussarbeiten und Absolventen im Bereich Softwareentwicklung, Webdesign und Grafikdesign.«

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