Ettenheim

Aus fünf mach drei: Neue Windräder vervierfachen Stromproduktion

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red/all
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19. Dezember 2019
Die fünf rund 20 Jahre alten Windräder über Ettenheim, Mahlberg und Kippenheim sollen durch drei neue ersetzt werden.

Die fünf rund 20 Jahre alten Windräder über Ettenheim, Mahlberg und Kippenheim sollen durch drei neue ersetzt werden. ©Joscha Bold/Ettenheimer Bürgerenergie

Eine Kooperation aus Ettenheimer Bürgerenergie und den Firmen Enercon und Ökostrom plant, die fünf Windenergieanlagen oberhalb von Wallburg und Münchweier durch drei moderne Anlagen zu ersetzen. Die Stromproduktion ließe sich dadurch vervierfachen.

In den kommenden drei bis vier Jahren sollen die fünf Windenergieanlagen auf den Gemarkungen Ettenheim, Mahlberg und Kippenheim durch drei neue Anlagen an anderer Stelle ersetzt werden. Darauf haben sich die Projektpartner Ökostrom, Enercon und Ettenheimer Bürgerenergie zusammen mit der Stadt Ettenheim jetzt verständigt. Das geht aus einer Pressemitteilung der Projektpartner hervor.

Eine erste Planung mit den möglichen Standorten der drei neuen Anlagen wollen die Projektpartner bis Anfang des kommenden Jahres erarbeiten. Sie werden allesamt in der von Ettenheim ausgewiesenen Windenergie-Konzentrationszone östlich der Altdorfer Hütte liegen sowie in der vom Regionalverband für Windenergie ausgewiesenen Zone, die auch den Kippenheimer Bereich einschließt. „Die bisher durchgeführten artenschutzrechtlichen Untersuchungen auf den in Frage kommenden Flächen ergaben keine Erkenntnisse, die gegen den Bau von Windenergieanlagen sprächen“, heißt es in der Mitteilung. Alle bestehenden Anlagen würden im Falle eines Repowerings zurückgebaut und die Standorte wieder aufgeforstet. 

Grund für das geplante Repowering ist das Alter der fünf Anlagen: Sie wurden vor rund 20 Jahren gebaut und sind mittlerweile technisch veraltet sowie reparaturintensiv. Zudem könnten sie den Wind weit weniger effizient nutzen als dies moderne Anlagen mit größeren Rotoren auf höheren Türmen tun. „Die drei neuen Windenergieanlagen werden im Vergleich mit den fünf Altanlagen etwa vier Mal so viel umweltfreundlichen Strom produzieren“, prognostiziert Andreas Markowsky, Geschäftsführer bei Ökostrom. Diese Strommenge würde rein rechnerisch für die Versorgung von rund 8000 Haushalten ausreichen. „Damit könnten wir den Anteil regenerativer Energien in Ettenheim erheblich steigern“, freut sich Ettenheims Bürgermeister Bruno Metz. Weiterer Effekt der Neuplanung: Der Abstand der Anlagen zur Wohnbebauung in Wallburg, Münchweier und Ettenheimmünster könne auf rund 2000 Meter erhöht und damit gegenüber dem heutigen Stand etwa verdoppelt werden. 

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Weitere Untersuchungen

Mit angestoßen hatte die Neuplanung die Ettenheimer Bürgerenergie. „Der Bürgerwindpark Südliche Ortenau hat gezeigt, dass mit modernen und ausreichend hohen Windenergieanlagen im Ettenheimer Wald wirtschaftlich Windstrom produziert werden kann. Das hat uns motiviert, ein weiteres Projekt in Angriff zu nehmen“, erzählt Jörg Bold, Vorstand der Genossenschaft. Geplant ist, dass die Ettenheimer Bürgerenergie eine der drei Anlagen übernimmt und betreibt. 

Die Ettenheimer Bürgerenergie ist eine Genossenschaft mit über 200 Mitgliedern und bereits beim Windpark Südliche Ortenau beteiligt. Enercon ist Deutschlands größter Windenergieanlagenhersteller und soll die neuen Turbinen liefern. Die in Freiburg beheimatete Firma Ökostrom hatte die bestehenden Anlagen geplant und betreut sie noch heute. 

Im nächsten Schritt wollen die drei Partner einen Kooperationsvertrag unterzeichnen und die Planung so weit vorantreiben, dass die Anlagenstandorte fixiert und unter weiteren Gesichtspunkten, zum Beispiel hinsichtlich Schall und Schatten, untersucht werden können.

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