Polizeiposten beim Europa-Park

Polizei zufrieden mit deutsch-französischer Arbeit in Rust

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red/ba
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07. September 2018
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Der deutsche Polizist Oliver Gremm (r) und der französische Gendarm Patrick Aichholzer (l) vor dem Fahrgeschäft «Silverstar» des Europa-Parks. Beide sind Beamte des bundesweit ersten deutsch-französischen Polizeipostens. Die Polizeistation in Rust bei Freiburg ist mit Polizisten beider Länder besetzt. Und dient damit als eine Vorzeigewache. Die Erfahrungen sind positiv. ©dpa

Seit zwei Monaten ist die Polizeistation in Rust mit Polizisten aus Deutschland und Frankreich besetzt. Sie dient damit als Vorzeigewache. Nun zieht die Polizei eine erste Bilanz – und will an der Kooperation festhalten.

Die Beamten des erst im Mai eingerichteten Polizeipostens in Rust sind in den vergangenen zwei Monaten von Kollegen der Gendarmerie aus Frankreich unterstützt worden. Es war eine Premiere, zum ersten Mal war eine gewöhnliche Polizeistation in Deutschland regulär mit Beamten beider Länder besetzt. In einer Pressemitteilung von Freitag zieht die Polizei nun positive Bilanz. »Diese binationale Zusammenarbeit auf Ebene eines Polizeipostens ist in Anbetracht der Anforderungen, denen sich die Beamten in Rust im täglichen Dienst gestellt sehen, ein absolutes Erfolgsmodell«, wird Joachim Metzger, Leiter der Direktion Polizeireviere beim Polizeipräsidium Offenburg, zitiert.

Muttersprache wirkt

Die derzeit acht Ermittler arbeiteten zwischen dem 13. Juli und dem 7. September für ein Pilotprojekt mit teilweise vier französischen Kollegen zusammen. Rust ist aufgrund des Europa-Parks ein Besuchermagnet für ein deutsches wie auch für ein internationales Publikum. Fünf Millionen Besucher kommen jährlich in den Park – Tendenz steigend. Rund ein Drittel der Menschen, die in Rust im Sommer unterwegs sind, komme aus Frankreich.

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Die Polizisten sind daher sehr oft mit französisch sprechenden Personen konfrontiert, erläutert Martin Baumann, der Leiter des Polizeipostens. »Mit der Unterstützung unserer französischen Kollegen können wir effizient arbeiten, erfolgreich ermitteln und so für die Sicherheit der Menschen in unserem Zuständigkeitsbereich sorgen.« Bürger aus Frankreich würden der gemischten Polizeistreife »mit beeindruckendem Respekt« begegnen, sobald eine Maßnahme in deren Muttersprache erläutert wird, berichtet Baumann weiter.

Kooperation mit Zukunft

In den nächsten Wochen soll das grenzüberschreitende Sicherheitskonzept ausgewertet werden. Joachim Metzger äußert sich zuversichtlich – es sei weniger eine Frage, ob die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu einer dauerhaften Kooperation wird. »Vielmehr ist es unser ausgewiesenes Ziel, in Rust möglichst bald ein permanentes deutsch-französisches Konzept zu etablieren.«

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