Offenburg

Klinikum darf ambulante Patienten nicht mehr röntgen

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red/ins
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18. Januar 2019
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Patienten des Ortenau-Klinikums in Offenburg können nicht mehr direkt überwiesen werden. ©Ulrich Marx

Ambulante Patienten des Ortenau-Klinikums in Offenburg müssen zur Röntgendiagnostik ab sofort niedergelassene Praxen außerhalb der Klinik aufsuchen. Grund dafür ist eine Entscheidung der Kassenärztlichen Vereinigung.

Aufgrund einer am Mittwochabend getroffenen Entscheidung im Berufungsausschuss der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) könnten Patienten in ambulanter Behandlung am Ortenau-Klinikum in Offenburg ab sofort nicht mehr an die Radiologie innerhalb der Klinik überwiesen werden, um Röntgenaufnahmen für die Diagnose anzufertigen, teilt Pressesprecher Christian Eggersglüß vom Ortenau-Klinikum in einer Pressemitteilung mit. 

Nach dem Widerspruch einer niedergelassenen radiologischen Praxis im Ortenaukreis habe die KV eine entsprechende Ermächtigung für diese ambulanten Leistungen durch das Radiologische Institut am Ortenau Klinikum in Offenburg nicht erneut verlängert. 

Patienten abgesagt

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Das Ortenau Klinikum habe deshalb bereits am Donnerstag Patienten an niedergelassene Radiologen außerhalb des Ortenau Klinikums überweisen und vereinbarte Termine absagen müssen, heißt es in der Pressemitteilung. Betroffen seien vor allem ambulante Patienten der Unfallchirurgie, die insbesondere wegen Knochenbrüchen in die Klinik kommen oder dorthin überwiesen werden. 

Pro Jahr führe das Radiologische Institut rund 2 500 dieser konventionellen Röntgenaufnahmen für ambulante Patienten durch. Durch die unmittelbare Nähe der Unfallchirurgie und der Radiologie im Ortenau-Klinikum in Offenburg sei in der Vergangenheit ein reibungsloser Ablauf und eine sehr zeitnahe Behandlung der ambulanten Patienten möglich gewesen, so Eggersglüß.

Mehraufwand für Klinik

»Wir bedauern sehr, dass aufgrund der Entscheidung der Kassenärztlichen Vereinigung diese Patienten nicht mehr durch das Radiologische Institut unserer Klinik betreut werden können. Dadurch entsteht ein erheblicher Mehraufwand für unsere Klinik und den zum Teil immobilen Patienten wird zugemutet, eine entfernte niedergelassene Praxis aufzusuchen«, sagt Mathias Halsinger, Verwaltungsdirektor des Ortenau Klinikums in Offenburg, laut Pressemitteilung. »Wir würden diese Behandlung gern weiterhin in unserem Haus für unsere Patienten anbieten. Dass wir dieses nun nicht mehr dürfen, liegt allein in der Verantwortung der Kassenärztlichen Vereinigung«, so Halsinger weiter.

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