Ortenau

"Sabine" sorgt in der Nacht für weitere Einsätze in der Region

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red/ys/ba
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11. Februar 2020
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In Lahr musste erneut die Feuerwehr ausrücken, als ein Baum auf die Verbindungsstraße von der Einsteinallee in RIchtung Allmannsweier fiel und den Weg blockierte. ©Kamera24

„Sabine“ hat in der Nacht auf Dienstag nochmal in der Region gewütet und für mehrere Einsätze von Polizei und Feuerwehr gesorgt. Einige Fahrbahnen und Zugstrecken sind derweil auch heute noch gesperrt.

Während über weiten Teilen Deutschlands das Sturmtief weitergezogen ist, war der Süden des Landes auch in der Nacht auf Dienstag noch betroffen. Bis in die Niederungen gab es schwere Sturmböen, die Schäden hinterließen. Auch in der Region hat „Sabine“ noch einmal für Schäden gesorgt.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Offenburg – also in der Ortenau, im Stadtkreis Baden-Baden und Rastatt – gab es bis jetzt 25 Einsätze. Mehrere Bäume sind umgekippt – darunter auf dem Lahrer Flugplatzgelände. Ein Baum stürzte auf einen Verbindungsweg. In Offenburg wurde in einer Firma in der Marlener Straße ein Blechdach abgedeckt. In Oberkirch sind in der Hengstbachstraße Strommasten umgeknickt. Die Feuerwehr und die Stadtwerke Oberkirch kümmern sich um den Schaden.

Weiterhin Orkanböen im Schwarzwald möglich

Vor allem im Schwarzwald ist laut Deutschem Wetterdienst am Dienstagmorgen weiterhin mit orkanartigen Böen mit mehr als 100 Kilometern pro Stunde zu rechnen.  Generell beruhigt sich aber die Lage in Baden-Württemberg. „Wir hatten noch etwa 60 Verkehrswarnmeldungen in der Nacht, dabei sind uns aber bislang keine größeren Schäden gemeldet worden“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Dienstagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Dabei handle es sich hauptsächlich um einzelne Straßensperrungen, die noch andauerten. Auch verschiedene Polizeipräsidien bestätigten eine ruhigere Situation im Land: „Wir hatten nur noch Einsätze im niedrigen zweistelligen Bereich“, sagte ein Polizeisprecher aus Offenburg. Auch in Konstanz gingen die Einsätze zurück.

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Gesperrte Strecken

Noch sind nicht alle Fahrbahnen und Zugstrecken wieder frei. Laut Landratsamt musste die L92 von Oppenau bis zur B500 wegen des anhaltenden Sturmtiefs nochmals gesperrt werden. Weiterhin gesperrt bleiben vorerst auch die B500 Ruhestein bis Unterstmatt, die L87 Hinterseebach bis B500 sowie die L86 Sasbachwalden bis B500. Alle anderen Strecken sind spätestens seit Montagabend wieder frei.

Im Zugverkehr gibt es noch folgende gesperrte Verbindungen:

  • Titisee – Seebrugg
  • Titisee – Himmelreich (Schienenersatzverkehr wurde zwischen Himmelreich und Neustadt (Schwarzw) eingerichtet)
  • Titisee – Donaueschingen (Schienenersatzverkehr wurde zwischen Neustadt (Schwarzw.) und Donaueschingen eingerichtet.
  • Offenburg – Konstanz (Schienenersatzverkehr zwischen Hausach und Villingen, zwischen Hausach und Offenburg verkehren die Züge der SWEG)
  • Singen – Radolfzell Schienenersatzverkehr zwischen Singen, Radolfzell und Konstanz ist eingerichtet)

Im Regionalverkehr gibt es weiterhin noch starke Beeinträchtigungen durch die Schäden des Sturmtiefs. Folgende Bahnstrecken sind noch nicht befahrbar und bleiben zum Teil bis auf Weiteres gesperrt:

  • Die Schwarzwaldbahn zwischen Hornberg und St. Georgen, Hattingen und Engen sowie zwischen Singen (Htw) und Konstanz.
  • Die Höllentalbahn zwischen Hüfingen und Himmelreich.
  • Die Dreiseenbahn zwischen Titisee und Seebrugg.
  • Die Gäubahn ist zwischen Hattingen und Engen unterbrochen. (gemeinsamer Streckenabschnitt mit Schwarzwaldbahn siehe oben)
Info

Wetteraussichten

Das Wetter im Südwesten bleibt stürmisch. Vor allem im Schwarzwald ist am Dienstagmorgen weiterhin mit orkanartigen Böen mit Geschwindigkeiten um 105 Kilometer pro Stunde zu rechnen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Im Laufe des Tages soll der Wind jedoch schwächer werden.

In der Nacht zum Mittwoch werden noch Böen zwischen 60 und 70 Stundenkilometern erwartet, im Hochschwarzwald gibt es weiterhin Sturmböen bis 90 Stundenkilometer. „Wir befinden uns immer noch in einer polaren Kaltluft, weshalb auch Gewitter möglich sind“, sagte ein DWD-Sprecher. Zum Teil kommt es auch in den tieferen Lagen zu Schnee, Schneeregen oder Graupel. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen einem Grad auf der Alb und zehn Grad am Oberrhein.

In der Nacht zum Mittwoch nehmen die Schauer zu, teils bis in die Niederungen kommt es zu Schneeregen oder Schnee. Die Meteorologen warnen deshalb vor Glätte. Örtlich wird es blitzen und donnern.

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