Lahr

Schaeffler-Werk in Lahr will 30 Stellen streichen

Autor: 
Marc Alexander
Lesezeit 2 Minuten
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15. September 2020
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Der Schaeffler-Konzern baut der in Krise Stellen ab. Auch das Lahrer Werk ist betroffen. ©Foto: Schaeffler

30 Stellen sollen bis 2022 im Lahrer Schaeffler-Werk abgebaut werden. Das teilte Betriebsratsvorsitzender Volker Barthruff auf Anfrage mit. Laut Barthruff betrifft der Plan der Konzernzentrale ausschließlich den Verwaltungsbereich. In der Produktion sind keine Streichungen vorgesehen. Der Betriebsrat geht davon aus, dass der Abbau über Altersteilzeit und Abfindungen geregelt  wird. 

Der Zulieferer mit Hauptsitz in Herzogenaurach hatte vergangene Woche angekündigt, 4400 Stellen an 14 Standorten in Deutschland und Europa zu streichen. In den vergangenen Jahren seien in Lahr schon rund 250 Arbeitsplätze verlorengegangen, so Barthruff. Etwa 1300 Stellen sind geblieben. 

Weniger Leiharbeit

„Das ist ein schleichender Personalabbau“, bilanziert der Betriebsratsvorsitzende. „Auch wenn man nicht von betriebsbedingten Kündigungen redet.“ Zuletzt sei auch die Zahl der Leiharbeiter von mehr als 150 auf etwa 50 gesunken und befristete Arbeitsverhältnisse seien nicht weitergeführt worden. Die Konsequenz: Für die Belegschaft verdichte sich das Arbeitspensum. 

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Während im Automotive-Bereich in Lahr seit Mitte Juni wieder voll gearbeitet wird, gilt in der anderen Hälfte des Werks Kurzarbeit. Der Betriebsrat rechnet damit, dass das mindestens bis Jahresende so bleiben wird. 

2017 habe der Betriebsrat eine Verlagerung von Teilen der Produktion ins Ausland verhindert, so Barthruff weiter. Damals wurde eine Zukunftsvereinbarung abgeschlossen. Diese sieht  vor, dass betriebsbedingte Kündigungen auch bei wirtschaftlichen Krisen ausgeschlossen werden und die deutschen Standorte erhalten bleiben und gestärkt werden. Durch das Sparprogramm werde die Vereinbarung infrage gestellt, so Barthruff. 

Die  IG Metall zeigte sich über das Sparprogramm entsetzt. Alle Beschäftigten sind  morgen, Mittwoch, zu einem Aktionstag aufgerufen.

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