Positionspapier

So soll der Tourismus im Schwarzwald künftig aussehen

Autor: 
red/bek
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24. Juli 2019

©Wie der Schwarzwald als Ferienregion interessant bleiben kann, wurde rund 100 Zuhörern in Sasbachwalden anhand eines Strategiepapiers vorgestellt.

Die Schwarzwald Tourismus GmbH (STG) hat zur Zukunft des Schwarzwaldtourismus ein Strategiepapier entworfen. Die Ergebnisse wurden den Touristikern aus der Ortenau in Sasbachwalden vorgestellt. Zur Veranstaltung hatten die Gemeinde Sasbachwalden und die Wirtschaftsregion Ortenau (WRO) eingeladen.

»Unser Strategiepapier ist keine Studie, die in der Schublade bleibt, sondern eine dynamische Handlungsempfehlung über Mission und Vision, Strategie und Ziele, Maßnahmen und Aufgaben sowie Marke und Leuchttürme«, sagte Hansjörg Mair, STG-Tourismuschef. Experten aus dem Tourismus hätten an der Tourismusstrategie gearbeitet: »Es basiert auf dem Wissen unserer Gremien und Partner, die direkt befragt wurden.« 

Keine Destination der Welt wird wegen ihrer perfekten Werbekampagne weiterempfohlen, so der STG-Chef: »Tourismus ist nicht Werbung. Tourismus ist Leistung.« Kataloge, Prospekte und die klassischen Dienstleistungen im Reisebüro reichten längst nicht mehr aus, um Tourismus erfolgreich zu betreiben. »Früher war alles einfacher, die Touristiker waren Informationsverwalter. Jetzt handeln sie mit Daten und entwickeln Angebote für ihre Kunden«, wies er auf die neuen Herausforderungen hin.

In einer vernetzten Welt müsse der Tourismus auf die Onlinemarketing-Trends abgestimmt sein. Nur durch die Nutzung und das Ausprobieren neuer Kanäle könnten neue Kunden erreicht werden: Die Akteure müssten ihre Angebote digitalisieren und maßgeschneidert anbieten. Zudem sollten die Informationen im Heimatland des Gastes in seiner Sprache zugänglich sein, so die Erkenntnisse. »Letztendlich geht es um Geschichten und Emotionen«, sagt Mair.  Als Beispiel nannte er die Schwarzwaldkarte, die seit Juli in der digitalen Plattform für Tourismusangebote »Get your guide« aufgenommen wurde. 

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Gleichzeitig lösten die schneller gewordene Zeit und das hohe Maß an virtuellen Welten beim Menschen den Wunsch nach dem Gegenteil aus. »Alle Leistungen, die nicht digitalisiert und automatisiert werden können, werden dadurch wertvoller«, so Mair. Daher dürfe sich die Marke Schwarzwald nicht von ihren Kernwerten wie Emotionen, Kreativität, Empathie, Aufmerksamkeit trennen. 

Für diese Ideale steht der STG als Multiplikator des Bekanntheitgrads der Urlaubsregion Schwarzwald. Kein anderer Landstrich Deutschlands sei im Ausland so verankert, sagt Mair: »Jeder kann sofort Minimum vier Schwarzwaldmerkmale nennen – Bollenhut, Schinken, Kirschtorte und Kuckucksuhr –, das ist selbst bei Regionen wie Südtirol nicht der Fall.« Dennoch brauche man dringend eine neue Schwarzwald TV-Serie, »die großartige Werbung für uns macht, Werbung, die knallt«, erklärte Mair seinen Zuhörern.

Viele Zuhörer da

Gastgeberin war Bürgermeisterin Sonja Schuchter, die  im Ratssaal ihrer Gemeinde Sasbachwalden über 100 Gäste aus der gesamten Region begrüßte. Sie überschrieb das Thema des Abends mit der Frage: »Wie können wir diesen Trend beim Schwarzwaldtourismus halten und noch besser zu werden?«

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