Nicht-öffentliches Treffen

So wollen Kehl und Straßburg die Freibäder sicherer machen

Autor: 
red/Matthias Jundt
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12. Juli 2019
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Archivfoto ©Martin Egg

Vor allem Jugendliche aus Straßburg sind laut der Stadt Kehl für die Randale in den Kehler Freibädern verantwortlich. OB Toni Vetrano hatte sich daraufhin an die französischen Kollegen gewandt. Am Mittwoch fand ein Treffen in der Straßburger Präfektur statt. Nun hat die Stadt Kehl die Ergebnisse des nicht-öffentlichen Treffens vorgestellt.

Ende Juni hatte sich Kehls Oberbürgermeister Toni Vetrano in einem Schreiben an Robert Herrmann, den Präsidenten der Eurométropole gewandt. Darin ging es um die Vorkommnisse in den Kehler Freibädern, die laut Vetrano vor allem von Straßburger Jugendlichen verursacht wurden. Am Mittwoch haben sich Hermann und Vetrano nun auf Einladung von Dominique Schuffenecker, dem Direktor des Kabinetts des Präfekten des Unter-Elsass, in Straßburg getroffen.

Maßnahmen beschlossen

In der nicht-öffentlichen Sitzung wurden laut Pressemitteilung der Stadt Kehl in Abstimmung mit den Staatsanwaltschaften in Offenburg und Straßburg einige Maßnahmen beschlossen. So soll sich sowohl der Austausch von Informationen, als auch die Art der Alarmierung verbessern, präventive Maßnahmen sollen etabliert werden und die Sicherheitsdienste sollen besser kooperieren. Außerdem sollen über das gemeinsame Zentrum für Polizei- und Zollzusammenarbeit abgestimmte Maßnahmen gemeinsam umgesetzt werden.

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Wie die Stadt weiter berichtet, seien beim Thema Prävention bereits Maßnahmen erfolgt. So sei die Zahl der Security-Mitarbeiter, die in den Bädern aktiv sind, bereits erhöht worden - in Kehl von vier auf acht und an den Wochenenden bei schönem Wetter auf zwölf und in Auenheim von zwei auf vier. 

Regeln angleichen

Außerdem seien die Benutzungsregeln für die Bäder in Straßburg und Kehl bereits angeglichen worden. Das Rauchen von Shishas sei nun in Deutschland und Frankreich verboten. Auch eine Badebekleidungspflicht gebe es nun auf beiden Seiten des Rheins. Eine weitere Vereinheitlichung der Bäderordnungen werde angestrebt.

Die beschlossenen Maßnahmen konkretisieren wollte die Stadt Kehl auf Nachfrage nicht. Der Grund: Man wolle den Randalierern nicht verraten, welche Maßnahmen man konkret vorhabe, so dass diese nicht entsprechend reagieren könnten.

Hintergrund

Mediateure

Seit dem Jahr 2000 gibt es im Kehler Freibad bereits das System der Mediateure aus Frankreich. Das sind zweisprachige, junge Menschen, die den ebenfalls meist jungen Badbesuchern auf Augenhöhe und in deren Landessprache begegnen und Unruhe bereits im Vorfeld eindämmen sollen. Derzeit sind in Kehl zwei von diesen Mediateuren im Einsatz. Diese Zahl wird nicht erhöht, wie die Stadt Kehl auf Nachfrage von Baden Online sagte.

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