Offenburg

Solidarische Landwirtschaft will im Januar starten

Autor: 
Herbert Gabriel
Lesezeit 3 Minuten
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28. Oktober 2014
Die Resonanz beim Infoabend im Januar war für die Verantwortlichen der Solidarischen Landwirtschaft überraschend groß, beim Zeichnen von Ernteanteilen allerdings muss noch kräftig nachgelegt werden.

Die Resonanz beim Infoabend im Januar war für die Verantwortlichen der Solidarischen Landwirtschaft überraschend groß, beim Zeichnen von Ernteanteilen allerdings muss noch kräftig nachgelegt werden. ©Herbert Gabriel

Die solidarische Landwirtschaft (Solavie) in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins nimmt Formen an. Im Januar soll die Aussaat beginnen und ab April/Mai können dann die ersten Ernteanteile ausgeliefert werden.

Im Januar hatten die Initiatoren dieses in der Ortenau bislang noch nicht praktizierten Vorhabens erstmals informiert, mittlerweile sind mehr als 60 Personen Mitglied des Vereins.

Wie sie ihre Arbeit sehen, haben die Initiatoren am Samstag im Gemeindesaal der evangelischen Auferstehungsgemeinde nochmals – und diesmal noch konkreter als im Januar – vorgestellt. Mit Zahlen über notwendigen Aufwand und Prognosen, was die am Projekt Beteiligten zu erwarten haben. Die alternative Lebensmittelproduktion mit einer Produktionsgemeinschaft von Erzeugern und Konsumenten soll schon bald anlaufen. Die Mitglieder treffen betriebliche Entscheidungen gemeinsam, teilen sich den Ernteertrag, aber auch die betrieblichen Risiken. »Das solidarische Miteinander tritt in den Vordergrund, der Landwirt ist nicht mehr dem marktwirtschaftlichen Wettbewerb ausgesetzt«, dieser Leitsatz steht über der Planung.

Sascha Heinen präsentierte den Haushaltsplan: Für das Startjahr 2015 sind 70 000 Euro notwendig, um zwei volle Gärtnerstellen, Saatgut, Pacht und Miete sowie Nutzungsgebühren und Energiekosten zu bezahlen. Weitere 35 000 Euro sind für Investitionen veranschlagt.

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»Wir gehen davon aus, dass diese Kosten eingehalten werden können, haben bewusst bei den Löhnen zehn Euro pro Stunde veranschlagt und werden bei laufendem Betrieb und erwirtschaftetem Überschuss vorrangig die Gehälter bedienen«, so das Versprechen auf Nachfrage.

Wie alles funktioniert, ist den Anwesenden bereits zu Beginn an die Hand gegeben worden und sieht so aus: Wer Mitglied ist und seine Einlage von 500 Euro gezahlt hat, kann Ernteanteile erwerben. Für die musste man sich am Samstag entscheiden und am Ende waren 32 Anteile gezeichnet. Was heißt, dass aktuell nur die Hälfte dessen umgesetzt ist, was für das Startjahr benötigt wird. Deshalb bleiben die gezeichneten Anteile bis 31. Januar 2015 bindend, weil man davon ausgeht, dass weitere Anteile bis zu mindestens 60 gezeichnet werden. Dann wird entschieden, ob das Anbaujahr 2015 gestartet werden kann.
Startet die Ernte, werden Anteile zusammengestellt, die wöchentlich geliefert und mit kalkulierten jeweils 20 bis 25 Euro zu zahlen sind. Saisonbedingt werden jeweils andere Gemüsesorten enthalten sein und die Anteile sollen an zentralen Stellen angeliefert werden.

Bei dem dort nach biologischen Vorgaben erzeugten Gemüse hat man bewusst Sorten gewählt, die gängig sind, aber auch solche, die früher Bestandteil der Nahrungskette waren. Hirschhornwegerich gehört dazu wie auch Winterkresse, Mangold oder Postelein.

Am Ende des Präsentationsmarathons zeigte sich Markus Graf, der mit Anne Christoph und Martin Sauereisen den Vorstand bildet, optimistisch, dass die noch benötigten Ernteanteile bis Jahresende gezeichnet sind. Denn die Vorbereitungen auf den Start laufen. Der Bau der Halle beim Bio-Landwirt Heinz Roth in Altenheim ist genehmigt.

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