Ortenau

Spektakuläre Reiter-Gala in Schutterwald

Autor: 
Bettina Kühne
Lesezeit 3 Minuten
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21. Juli 2014
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Zauberhaft: DIe Ponyquadrille der Mädchen des Reitvereins Schutterwald.

(Bild 1/4) Zauberhaft: DIe Ponyquadrille der Mädchen des Reitvereins Schutterwald. ©Ulrich Marx

Überraschungen sind bei der Galanacht der Pferde in Schutterwald abonniert: Am Samstagabend erlebten die Gäste auf dem Gelände des RV Schutterwald eine dreistündige Show bei der sich zeigte, wie vielseitig die Arbeit mit Pferden und Ponys sein kann.

Die Friesen machten das Rennen: Die stolzen Riesen zeigten sich bei der Pferdegala in Schutterwald zum einen als Schönheiten, zum anderen als fluoriszierende Schemen. Mit einer Quadrille in völliger Dunkelheit – das Flutlicht auf dem Platz wurde ausgeschaltet – waren sie der Schlusspunkt bei den Darbietungen der Gala 2014. »Dafür braucht man das volle Vertrauen des Pferdes«, erklärte Moderator Hendrik Schulze-Rückamp. Damit die Zuschauer etwas erkennen konnten, wurden an den Fesseln, Brust, Mähne, Rücken und Schweif bei der spektakulären Nummer Leuchtbänder »angeknipst«.

Graf aufs Pferd
Trickriding nennt sich das, was die »Les Arenos« aus Frankreich in Pferdegeschichtchen boten. Wie der Graf aufs Pferd kam, war mit jeder Menge Slapstick inszeniert. Der Butler hatte alle Hände voll zu tun, Ross und Reiter zu umsorgen. Und am Ende galoppierte der Graf ohne Sattel oder Zaum in Höllentempo rund um den Platz, was manchen Zuschauern spontan »Alle Achtung« rufen ließ.

Großmutter Josette stand dem in nichts nach: Joël Chacon, Chef der Gruppe, stiefelte als tattrige Oma ins Rund und zeigte verblüffende Artistik. Der Applaus war hier mehr als verdient gewesen. Selbst ausgebildet und manchmal sogar noch selbst gezogen – das sind die Tiere der Ponyquadrille des RV Schutterwald. Die jungen Reiterinnen zeigten ihr Können nach den Anweisungen von Trainerin Gisa Heuser. Das schwüle Wetter machte die Ponys teilweise unleidig, und so hatten die Reiterinnen Gelegenheit zu beweisen, dass sie ihre Partner auch in Ausnahmesituationen zu handhaben wissen. Deutschland gegen Niederlande hieß es beim Gespannfahren, der »Formel eins«, wie Moderator Schulze-Rückamp unkte. Lokalmatador Jürgen Fritsch trat mit seinem Shetty-Gespann gegen Sebastian Hess an. Der Fahrer gehört dem Bundeskader an und startete mit seinen vier Niederländern aus Gelände und Dressur. Am Ende waren es ein paar Sekunden, die die wendigen Shettys Vorsprung hatten.

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Tölt auch zu hören
Nicht fehlen durften in Schutterwald die Paso Finos, die ihren unermüdlichen und präzisen Gang zeigten. Der flotte Tölt war nicht nur zu sehen, sondern auch zu hören: Auf einem Brettersteg wurde er fürs Publikum via Mikrofon übertragen. »Die Gänge sind sogar für den Damensattel geeignet«, erklärte Schulze-Rückamp und prompt zeigte ein elegantes Paar – sie im Damensitz – dass man mit den belastbaren Pferden aus Argentinien bestens Staat machen kann. Einen Pas de deux mit klassischer Dressur und Westernreiterei zeigten Elke Urbat und Hannes Bolz.

Logischerweise sind Hunde nicht fern, wenn irgendwo Pferde sind. Wolfgang Laubenburger amüsierte mit seinem quirligen Rudel das Publikum – beispielsweise, indem die Hunde über Hürden hüpften. Aber nicht auf vier Beinen: Einer nahm die Hindernisse beim Männchemachen, ein anderer packte das Hindernis und machte mit der Rückhand eine Wende darüber.

Dazu gehört obligatorisch die Fohlenschau. Remo Allgäuer, Shooting-Star der Springreit-Szene und virtuoser Geiger, hatte die Galanacht eröffnet – am Schluss gab es ein Feuerwerk am Himmel.

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